XTERRA Austria – 23.8.2008 – Klopeiner See

Im Rahmen der XTERRA World Tour fand am Samstag am Klopeiner See der Hauptbewerb des ÖTRV XTERRA Cups statt. Zahlreiche internationale Stars waren über die klassische XTERRA-Distanz (1,5km Schwimmen, 30km Mountainbike, 10km Cross-Run) am Start. Um Punkt 13.00 Uhr fiel für ca. 200 Einzelteilnehmer der Startschuss auf einer der anspruchsvollsten Strecken der XTERRA World-Tour … und mit ihm auch die ersten Tropfen.
Auf Grund der warmen Wassertemperatur galt Neopren-Verbot für die 2 Schwimmrunden über je 750m. Während der 2. Schwimmrunde waren schon dickere Tropfen am Körper zu spüren und erste Blitze in der Ferne zu erspähen. Nach dem Lauf in die Wechselzone (ca. 500m am Asphalt) bot sich in der Wechselzone ein trauriges Bild – die Schuhe am Handtuch und die Handschuhe am Rad waren schon vollkommen durchnässt. Die ersten flotten Meter am Asphalt durch den Ort waren dann auch ordentlich frisch. Endlich kam die erste Steigung im Wald und die Beine wurden langsam etwas wärmer.
In der ersten Bikerunde waren die Verhältnisse noch relativ OK. Ein paar Passagen waren zwar schon recht gatschig und sämtliche Wurzeln spiegelglatt – im Vergleich zur 2. Runde gab es aber noch wesentlich weniger zu schieben. Dauerregen, Blitz und Donner und zum Teil äußerst finstere Waldpassagen verwandelten den bei trockenen Verhältnissen so herrlichen Rundkurs in eine richtig düstere Gatsch-Partie. Wahrscheinlich gab es kaum jemanden ohne unfreiwilligen Abstiegen – bei mir waren es auf den Abfahrten ca. 5. Bei steileren Bergaufpassagen blockierte leider immer wieder mein Antrieb, sodass ein Weitertreten unmöglich wurde – dadurch gabs für mich bergauf wesentlich mehr Schiebepassagen als mir recht waren. Nach den ersten Stürzen nahm ich auch bergab das Risiko so gut wie möglich heraus. Beim Wechsel zum Laufen tröstete dann der Gedanke noch fit zu sein über die liegen gelassenen Minuten. Die Laufstrecke war Trail-Run vom feinsten. Die 2 sehr wurzeligen und hügeligen Waldrunden waren mit dem Salomon Speed Cross ein wahrer Genuss. Kälte und Regen hatten zwar den Beinen bereits zugesetzt, aber die Aussichten auf eine heiße Dusche konnten motivieren … und nach 3h29min in permanentem Regen war es geschafft.
Die Gesamtplatzierung/Einzelwertung war letztendlich irgendwo im Mittelfeld – die genauen Ergebnisse fehlen noch, da ein paar Staffeln in die Online-Version hinein gerutscht sind.
Gewonnen hat bei den Herren jedenfalls Michael Weiss (AUT, Mountainbike-Olympiateilnehmer 2004) in 2h22min vor Franky Batelier (FRA) und Ronny Dietz (GER). Bei den Damen gewann die amtierende Weltmeisterin Julie Dibens (GBR) in 2h52min vor Renata Bucher (SUI) und Anna Baylis-Scheiderbauer (AUS).
Hana kämpfte sich tapfer in 4h49min ins Ziel und erhielt bei der Siegerehrung für die Platzierung in ihrer Alters-/Wettkampfklasse eine tolle Keramik-Vase und viel Applaus.
Am Ende gab es eine große Party mit Livemusik bis in die frühen Morgenstunden. Der offizielle Xterra Austria Song wurde präsentiert und live performt. Das Veranstalter-Team rund um Robert Latschen hat alles top organisiert und einen super Event auf die Beine gestellt, der leider durch das schlechte Wetter weniger Zuschauer als erhofft angezogen hat – unter den Teilnehmern herrschte jedenfalls eine sensationell gute Stimmung! Ein großes Dankeschön also an alle, die diesen Bewerb möglich gemacht haben.
Weiter gehts am 7.9. mit der Wolfgangsee Challenge – dem letzten Bewerb im heurigen ÖTRV XTERRA Cup.
Die aktuelle Cup-Wertung (triathlon-austria.at) ist bereits online – trotz der mittelmäßigen Platzierung am Klopeiner See konnte ich mich vom 10. auf den 8. Gesamtrang (ex aequo) verbessern, da im Cup nur die in Österreich heimischen Triathleten gewertet werden, wodurch die ganzen internationalen Teilnehmer, die am Klopeiner See absolut in der Mehrzahl waren, keine Punkte erhalten. Die Cup-Gesamtwertung führt derzeit Michael Szymoniuk (Team Sport Nora) vor Michael Weiss (KTM Mountainbiker) und Max Renko (Tri Stars Koma) an.

3-Länder Crosstriathlon, 02. August 2008

Am Samstag, 2.8. startete mit dem “3-Länder-Crosstriathlon” (CZ-AT-DE) um 12.00 Uhr in Horni Plana der 3. Bewerb zum heurigen Xterra Austrian-Cross-Cup. Die Streckendaten: 700m Schwimmen, 44,5km Biken mit ca. 1.100hm, 7km Laufen mit ca. 190hm

Aufregung herrschte für mich bereits vor dem Start. Als mein Bike bereits in der Wechselzone hing, machte mich ein Teilnehmer darauf aufmerksam, dass ein riesen Wulst aus meinem Vorderreifen ragte … ein Herpes Rotaris quasi,  der bald zur Attraktion schlechthin am Westufer des Moldausees wurde. Niemand hatte zuvor ähnliches gesehen – offensichtlich Materialfehler bei Maxxis. Jetzt hieß es schnell einen Ersatzreifen finden, was bei den paar wenigen Betreuerautos gar nicht so einfach war, da wie im Vorjahr viele Teilnehmer den Shuttle-Bus-Service nutzten und die paar um die Wechselzone parkenden Autos “nur” mit Ersatzschläuchen ausgerüstet waren. Wer rechnet schon damit, dass vor Rennbeginn ein Reifen zu wechseln ist … zum Glück fand sich ein Teamwagen, der mir überaus freundlich einen neuen Nobby Nic 2,4 verkaufte, den ich umgehend gegen meinen schlanken aber grotesk verbeulten Worm Drive Semislick tauschte.
Der Wechsel ging sich dann noch gut aus und bei der Fahrt auf der Fähre zum Ostufer war die ganze Aufregung auch schon fast wieder vergessen.
Die 700m Schwimmstrecke (gefühlte 600m) verging wie im Flug. Und nach dem Wechsel aufs Bike begann für mich die gewohnte Aufholjagd. Durch ein sehr hohes Tempo auf den ersten Anstiegen erwischte ich eine flotte Gruppe mit der es bis zum nächsten großen Anstieg ging. Dort konnte ich bergauf zur nächsten Gruppe aufschließen mit der ich die Kilometer bis zum steilen Waldstück fuhr. Nachdem dort fast alle aus der Gruppe vom Bike stiegen, um zu schieben, fuhr ich vorbei und ab der Steigung quasi allein bis nach Kollerschlag. Dort der rasche Wechsel in die Laufschuh … die ersten steilen Meter bergauf schoss der Puls hinauf. Dafür ging es dann nahezu ewig bergab und eben durch den Wald, sodass man ein schönes Tempo laufen konnte. Die letzten Meter zum Ziel in Wegscheid waren nochmals ordentlich steil. Zuerst über eine Wiese, dann die “endlose” Gerade hinauf in den Ort. Hier konnte ich noch ein paar Teilnehmer überholen und war schließlich nach 2h31min im Ziel. Mit dem 21. Gesamtrang (von 106 Einzelstartern) war ich vollauf zufrieden. Gewonnen hat der Slovake Peter Mosny in 2h7min gute 2 Minuten vor Max Renko (2h9min) und Michael Szymoniuk (2h12min). Der Sieger der letzten Jahre (Erik Lorenc) belegte heuer hinter Stefan Schmid (2h12min) den 5. Gesamtrang (2h15min).
Bei den Damen gewann Petra Krejeova (CZ) in 2h28min vor Sarka Grabmüllerova (CZ – 2h30min) und Elke Innerebner (IT – 2h33min). Hana absolvierte in 3h12min ihren ersten längeren Cross-Triathlon und belegte bei den Damen den 13. Gesamtrang (22 Einzelstarterinnen).

Wie im Vorjahr ein perfekt organisierter Bewerb und alleine durch seine Einzigartigkeit (Strecke von A nach B nach C nach D ohne zentrale Wechselzone) ein besonderes Saison-Highlight. Dazu ein sensationelles Publikum – in der engen Wegscheider Zielgeraden kam beinahe Alpe d’Huez-Flair auf ;-)
Wetter war auch sehr ok. Anfangs leichter Regen. Insgesamt dann aber trocken, bewölkt und sehr warm. Ideale Bedingungen.
Nächster Cup-Bewerb ist am 23.8. der Xterra-Österreich-Hauptbewerb am Klopeinersee. Zahlreiche internationale Stars sind bereits gemeldet …