Trainingslager Lanzarote – Tipps, Tops und Flops

Video von 2009:

Video von 2010:

Nach unserem 2. Trainingslager in Costa Teguise können wir auch heuer wieder eindeutig eine große Lanze für Lanzarote brechen. Vor allem das kaum vorhandene Schlechtwetter-Risiko, die idealen Trainingsbedingungen für Rad/Bike sowie Schwimmen im Meer und das sensationelle Preis-Leistungs-Verhältnis ergeben ein eindeutiges Doppel-Daumen-Hoch.
Alleine der Wettervergleich mit Mallorca die letzten 2 Jahre sagt alles: Während wir kurz/kurz bei strahlender Sonne unsere Kilometer abspulten, gab es heuer auf Mallorca zur selben Zeit satte 5cm Neuschnee … und im Vorjahr hatten Freunde eine ganze Woche Dauerregen auf den Balearen, während es bei unseren 14 Tagen auf Lanzarote insgesamt 10 Minuten regnete.
Anbei in Kürze unsere Tipps, Tops und Flops für das perfekte Trainingslager auf der Vulkaninsel bzw. in Costa Teguise:

Tipps & Tops:

  • das stabile Wetter
  • tolles Preis-Leistungsverhältnis (EUR 550,- p.P. inkl. Flug und 14 Tage Appartement)
  • ideale Bike-Trails zwischen Costa Teguise – Guatiza und der LZ-1
  • traumhafter “Meeres-Pool” am südl. Rand von Costa Teguise (Playa del Jablillo); 19-20°
  • Café con Leche und Tarta Manzana im Café Bruno (Segafredo)
  • Repikada Tapas-Bar: etwas abseits vom “Zentrum”; 90% Einheimische im Lokal; kalte und warme Köstlichkeiten einfach nur zum Rauf- und Runter-Kosten …
  • OatSnack Kirsch-Kokos – der beste Riegel aller Zeiten (auch Brasil Nut, Vanille und Schoko Banane sind lecker)
  • Kornspitz im Supermarkt “Hiper Dino” in der Nähe der Repikada-Bar (absolute Seltenheit in Costa Teguise; aber auch weisse Baguettes sind ab uns zu lecker)
  • Rückenwind auf der LZ-1 nach Orzola
  • Küsten-Lauf auf Lavapfaden nördlich von Costa Teguise
  • PlanetBikes.com: Rolands Bergamont-Hardtails sind sicher keine Renn-Gäule, aber ideale Trainings-Bikes (gute Sättel auch bei 5h+ Touren; inkl. SPD-Pedale) … sie meistern verlässlich und wendig alle Trails; und das Mehrgewicht von gut 4kg im Vergleich zu Flashi dient nur dem Trainingseffekt :)
    Roland liefert die Bikes zur gewünschten Zeit ins Hotel und holt sie auch wieder ab – Kosten für 13 Tage p.P. EUR 125,- … Zusatzplus: kein Stress beim Packen und Reisen mit den eigenen Bikes im Koffer – und keine Transportkosten.

Flops:

  • eigentlich keine wirklichen
  • eventuell ein paar Sturm-Böen die uns einen kurzen Fluch entlockten; den Vorteil, dass es dafür zu Hause nur noch “sanfte Lüfterln” gibt, haben wir bereits erwähnt :)
  • allerdings auffällig: der böseste Gegen- und Seitenwind stürmte immer um La Caleta – egal von welcher Richtung wir kamen, wir wurden vom Winde verweht
  • Schwimmen bei Ebbe am Hotel-nähsten Strand “Las Cucharas”

der Teufel trägt Windhosen …

Heute drehten wir nochmals eine große Runde, die uns über die LZ-30, La Geria und Yaiza in DEN Nationalpark Lanzarotes führte: Timanfaya.
Vom Vorjahr noch in guter Erinnerung staunten wir auch heuer wieder über die phantastische Landschaft der endlosen schwarzen Lavawüste mit dem sandroten Bergmassiv in der Mitte – dazwischen nur eine lange Aspahlt-Gerade, die verständlicher Weise entsprechend viele Touristen anlockt, die dann mit Kamelen über schön angelegte Lavapisten oder mit riesen Bussen über die für den Verkehr gesperrten Straßen ins Zentrum des Nationalparks kutschiert werden.
Wir düsten heute mit herrlichem Rückenwind durch den Park bis zur Küste in La Santa hinab, von wo aus wir dann bis nach Hause wie schon gestern böse gegen den Süd-Ost-Wind kämpften. Auf der Strecke von Soo nach La Galeta blies er besonders kräftig von der Seite und schenkte uns an der Sandküste ein kostenloses Extrem-Peeling für Arme und Beine … und auch auf der Schotterstraße hinauf nach Teguise gab es derart heftige Böen, dass wir zu dem ein oder anderen unfreiwilligen Stopp gezwungen wurden, um nicht den Abhang hinunter gefegt zu werden.
Nach über 5h Fahrtzeit beendeten wir die letzte Ausfahrt mit unseren geborgten Bergamont-Bikes, die ohne großen Pannen (außer 2 Patschen) tapfer alle Trails und Strecken überstanden. Ob wir heute noch laufen gehen oder nicht ist noch ungewiss – momentan überwiegen Müdigkeit und süßes Nichtstun bei Café con Leche und Brunos Tarta Manzana – bester Apfelkuchen in Costa Teguise :)

Trainingslager Lanzarote 2010

Wüstensand und große Hitze …

Also, zuerst gleich einmal ein Foto von unserer unlängst entdeckten Badebucht am Rande von Costa Teguise. Bei Ebbe wie heute Morgen ist der ca. 150m lange türkisfarbene “Pool” durch eine Steinmauer begrenzt, die nur bei Flut (wie gestern Abend) überspült wird – dann ist der Wasserstand ca. 2 Meter höher und ein paar Wellen dringen bis zum “Beckenrand” vor. Bei Ebbe hingegen ist das Wasser absolut ruhig wie ein See und darüber hinaus tummeln sich unzählige Fische zum Teil in riesen Schwärmen direkt unter uns. Ein weißes Sandband am Boden zwischen den schwarzen Lavabegrenzungen bringt zusätzlich karibischen bzw. hawaiianischen Flair :)
Nach einer 40 Minuten Schwimmeinheit heute Morgen starteten wir erst um 11.00 Uhr nach einem zweiten ausgiebigen Frühstück unsere Radeinheit bei abermals diesig-heißem Wetter. Nachdem der Wind heute völlig ungewohnter Weise aus Süd-Ost kräftigst wehte, ließen wir uns auf der LZ-1 genüsslich bis nach Orzola wehen – zum zweiten mal vorbei an den weiss-schwarzen Sandstränden und den türkisfarbenen Buchten, die wir für einen kurzen Abstecher nutzen, um uns im Sand-Fahren zu üben.
Nach Orzola fuhren wir bei stürmischem Wind bergauf Richtung “Mirador del Rio” und zweigten kurz vorher in Ye direkt nach Haria ab. Stellenweise versetzten uns Sturmböen um gut einen halben Meter … und wir waren heute oft richtig happy mit dem Bike und nicht mit dem Rennrad unterwegs zu sein. Die Serpentinenauffahrt nach “Los Helechos” (570m – s. Foto) war dann auch entsprechend “endlos” und bis nach Hause kämpften wir bergab fast jeden Meter gegen den Sturm. Später hörten wir, dass es einiges an Saharastaub übers Meer geweht hat, was auch unsere staubigen Arme und Beine zu Hause erklärte, obwohl wir heute kaum im Gelände unterwegs waren.
Nach über 4h Fahrtzeit fielen wir glücklich über Recovery-Drinks und leckeres Essen her :)

Trainingslager Lanzarote 2010