Waterloo(ser) in St. Veit a.d. Gölsen

Am 1. Mai starteten wir im Rahmen der Trek Mountainbike Challenge in St. Veit an der Gölsen über die 2 Runden-Distanz (60km/2.000hm). Einerseits wollten wir den MTB-Marathon als Vorbereitungsrennen für unser Experiment “Etappenrennen” (Alpentour Steiermark – 2.-5. Juni in Schladming) nutzen, andererseits auch die bestehende Wettkampf-Form etwas abtesten. Leider brachte bei mir eine sehr unangenehme Zerrung im hinteren Oberschenkel das Training die letzten 10 Tage davor ziemlich durcheinander. Insofern war es schon mal erfreulich, dass die Teilnahme am Sonntag quasi ohne Schmerzen möglich war.
Mehr zum Feiern gab es diesmal für uns aber leider nicht … nach einem sehr flotten Beginn musste ich schon kurz vor der Halbzeit ziemlich Tempo heraus nehmen. Als es dann Mitte der 2. Runde immer heftiger zu regnen begonnen hatte, bremsten dann auch noch Kälte und Sichtprobleme immer mehr … aus den angepeilten 3 Stunden wurden letztendlich satte 3:16.
Bei Hana lief es leider auch nicht viel besser. Ein Reifendefekt in der 1. Runde hielt schon mal unnötig auf … und zu Beginn der 2. Runde machte sich auch bei ihr das etwas zu hohe Anfangstempo bemerkbar, sodass sie vor dem 3. Anstieg in Runde 2 entschied, das Rennen abzubrechen.
Nächster Test wird für uns die WeinSteinBike in der Wachau am 14.5. – hoffentlich bei viel Sonne und trockenen Pisten :)

>> Ergebnisse MTB Marathon St. Veit an der Gölsen 2011 (Classic-Distanz)

Fotos vom Rennen: sportograf.com


GoldeckMan 2010 – Triathlon der Superlative

Seit Jahren ist der GoldeckMan bekannt für seine besondere Kombination aus Schwimmen, Berglauf und Mountainbiken. Auf zum Teil neuer Strecke präsentierte er sich heuer noch Berglauf-lastiger als zuvor. So galt es nach den 1.000m Schwimmen im Weissensee von dessen Ost-Ufer aus über den Eckwandsattel (2.070m) und die Gusenalm (1.750m) bis zum Parkplatz Seetal an der Goldeck Mautstraße (1.880m) auf einer Distanz von 11,4km satte 1.400hm zu überwinden (und auch 440hm meist steil bergab) – wesentlich mehr als bei den meisten reinen Bergläufen.
Danach folgten noch 30km MTBike mit 550hm über den Martenock (2.039m) und eine bergige Runde über den Farchtensee zurück zum Ost-Ufer.
ciclopia - your vienna bike base
Mit dem Wetter hatten wir wieder einmal riesen Glück – zum Teil waren die Wege, Wurzeln und Steine noch ein bisserl rutschig von den Regenfällen der Vortage – aber am Renntag schien großteils die Sonne und heizte nach der morgendlichen Frische vor allem beim Biken ordentlich ein.
Das Rennen selbst lief im Großen und Ganzen für uns sehr erfreulich. Beim Schwimmen war der Abstand zur Spitze zumindest eine Spur kleiner als im Vorjahr. Beim Berglauf kam ich bis zum Eckwandsattel auf den 4. Platz nach vor. Danach gab es einen richtigen Dreikampf um den 3. Gesamtrang. Daniel Müller überholte mich kurz vor der Wechselzone beim Bergablaufen zurück. Obwohl ich bei beiden Bike-Antstiegen wieder Zeit gut machen konnte, war Daniel im Ziel 42 Sek. vor mir. Ohne meine heftigen Krampf-Attacken beim Biken wär es vielleicht noch knapper geworden :)
Auf den letzten Kilometern konnte ich noch Lokalmatador Erwin Kozak (2. schnellster Bergläufer) überholen … wir kamen dann quasi zeitgleich nach 3h 22min als 4. und 5. ins Ziel.
Gewonnen hat wie im Vorjahr Micky Szymoniuk (3:06:25) vor Robert Hotter (3:15:27).  In der Altersklasse AK ging sich für mich damit hinter Micky und Daniel ein Stockerlplatz aus.
Hana finishte den GoldeckMan in 4:36:32 als 4. Dame und ließ noch 3 Herren hinter sich. Schnellste Dame war Marita Staufer (3:58:30) vor der Italienerin Anna Nonino (4:03:55) und Sonja Wimmer (4:19:13).
Ein herzliches Dankeschön von uns an das gesamte Veranstalter-Team und die zahlreichen Sponsoren, die den GoldeckMan wieder zu einem perfekt organisierten und auch von den Gewinnen und Preisen her zu einem absolut lohnenden Bewerb machten. Alleine die Zielverpflegung mit Gulaschsuppe und Kletzennudeln sucht ihresgleichen!
Mit der in Österreich sicher größten Herausforderung im Cross-Triathlon-Bereich und eingebettet in die traumhafte Landschaft der Weissensee-Region war der GoldeckMan 2010 wieder ein absoluter Bewerb der Superlative.

>> Ergebnisse GoldeckMan 2010

GoldeckMan 2010
Photos:
© jo.hermann & © Goldeckman
Photo unten: Siegerehrung GoldeckMan 2010 AK m
mit Daniel Müller (links/Platz 2) und Micky Szymoniuk (Mitte/Platz 1)


King of the Mountain 2010

Spannung herrschte beim diesjährigen “King of the Mountain” in den Kärntner Nockbergen schon Tage zuvor, da die Prognosen für 2.000m Höhe satte 7° und jede Menge Wind prophezeiten.
Dennoch gesellten sich sogar Teilnehmer aus Ungarn und Italien rund um die heimische XTERRA-Szene, um beim höchst gelegenen Triathlon Österreichs dabei zu sein.
ciclopia - your vienna bike base
Der Falkertsee auf knapp 1.900m hatte durch die 3 Hitzewochen davor im Vergleich zum Vorjahr nahezu “warme” 16°/17° – die 400m Schwimmen waren mit Neo kein Problem. Nur wie es danach weiter gehen würde – darüber wurde am Vortag bei der Besichtigung schon viel gegrübelt.
Am Renntag hatten wir dann alle Glück – ein kleines Sonnenfenster tat sich genau während des Bewerbs auf und brachte eigentlich unerwartet angenehme Verhältnisse.
Die 3 Bike-Runden waren wie gewohnt/erwartet kurz aber knackig … und auch die 3 Lauf-Runden um den See mit den ca. 150hm Berglauf dazwischen heizten ordentlich ein.
Erst im Ziel bekamen wir die eigentliche Kälte wieder zu spüren und mummten uns sofort in Softshell-Jacke und Wollmütze, um bis zur Siegerehrung nicht zu erfrieren.
Neuer “King of the Mountain” wurde der Ungar Csaba Peter Sipiczki, der sich eine gute Minute vor Robert Hotter und Gerald Will durchsetzten konnte.
Ich kam nach 1:11:45 als gesamt 8. ins Ziel und erreichte damit in der Altersgruppe 30-39 erstmals den 1. Platz. Hana war 1:35:42 unterwegs und wurde 8. Dame gesamt. “Queen of the Mountain” wurde wie im Vorjahr Martina Donner – sie gewann mit knapp 2 Minuten Vorsprung auf die Ungarin Brigitta Poor – 3. bei den Damen wurde Marita Staufer.
Insgesamt war die Veranstaltung wieder ein Highlight für alle Cross-Triathleten. Die Stimmung in der See-Arena wurde während und nach dem Rennen ordentlich durch die Live-Band “EFFECT3″ angeheizt (sehr lässige Musik!); die Pasta im Ziel war perfekt al dente und der Parmesan frisch geraspelt … XTERRA-Herz was willst Du mehr :)

>> Ergebnisse “King of the Mountain” Falkertsee 2010 Gesamt
>> Ergebnisse “King of the Mountain” Falkertsee 2010 Klassen

Vielen Dank auch an Daniel (www.rennviech.com) für das tolle Fotoservice!

XTERRA King of the Mountain Falkertsee 2010

Photos © Rennviech.com Photos


Österr. Staatsmeisterschaft MTB-Marathon 3. Juli 2010 in Pruggern

Extrem heiß ging es letzten Samstag beim Mountainbike Marathon in Pruggern – Gröbminger Land her. Im Zuge der Österreichischen Staatsmeisterschaft über die Marathon-Distanz waren über 50 Lizenzfahrer auf der Jagd nach den begehrten Medaillen. Insgesamt zählte das Starterfeld 116 Teilnehmer/innen für die “Classic” Strecke (77km – 2.850hm) und 137 für die “Small” Distanz (44km – 1.420hm).
ciclopia - your vienna bike base

Um Punkt 12.00 Uhr ging das Rennen los und wurde die nächsten Stunden zur echten Hitzeschlacht. Nach den ersten 400hm Forststraße bergauf wechselten immer wieder kurze Trail-Abfahrten mit saftigen Bergauf-”Stichen” durch den Wald. Die technischeren Passagen waren alle perfekt trocken und machten bergab wie bergauf richtig Spaß.
Nach den sehr kurzweiligen aber durchaus heftigen 44km (Ziel der “Small”-Distanz) ging es in der brütenden Nachmittagshitze 1.100hm bergauf zur Galsterbergalm – wahrscheinlich der Hauptgrund für die zahlreichen Ausfälle auf der “Classic”-Strecke. Wer aber den Anstieg schaffte, wurde mit einer lässigen Abfahrt belohnt … anfangs ging es auf der Schotterpiste und dann immer wieder im Wald direkt und steil bergab.
Mit rauchenden Bremsen und leichten Krämpfen hieß es dann wieder in den runden Tritt finden, um nochmals 400hm bergauf zu klettern. Auch die Schlussabfahrt führte wieder recht spannend mitten durch den Wald hinunter nach Pruggern, wo ich nach 4:35 als gesamt 33. durchs Ziel fuhr.
Sieger und Österr. Staatsmeister wurde Marathon-Europameister und Vizeweltmeister Alban Lakata aus Lienz vor Daniel Geismayr und Thomas Strobl. Bei den Damen wurde Theresia Kellermayr vom Team Zweirad Janger Simplon Staatsmeisterin über die Marathon-Distanz.
Hana kam auf der “Small”-Strecke nach 3:15 als gesamt 9. Dame (18 Starterinnen) ins Ziel und belegte Rang 4 in der Altersklasse Damen 1 (10 Starterinnen).
Für uns beide war Pruggern eine feine Abwechslung zu den XTERRA-Bewerben, die wir hoffentlich beide bald wieder angehen können. Ich war mittlerweile zumindest das erste Mal wieder schmerzfrei laufen – hoffe das bleibt so …

Aber jetzt zu Hanas Bericht:
Meine Annahme, dass ich vor dem Start eines Mountainbike-Marathons weniger nervös sein würde als vor einem Triathlon, war leider falsch. Mit pochendem Herz stand ich im Starterfeld und wartet auf den erlösenden Startschuss, der immer das absolut wirksamste Mittel gegen die präbewerblichen Symptome ist.
Ich kämpfte mich den ersten Anstieg in der brütenden Hitze hinauf und konnte die meisten Damen, die zu Beginn der Steigung an mir vorbeifuhren, wieder retour überholen. Motiviert fuhr ich den ersten Downhill an. Doch die Tafel mit den drei Pfeilen (“Gefahr – sehr langsam”), ein paar zögernde Fahrer und Schieber vor mir und auch mein diesmal vor Anstrengung laut schlagendes Herz ließen mich vom Rad absteigen und laufen. Als ich das ärgste Stück hinter mir hatte und wieder aufsteigen wollte, hörte ich von hinten jemanden kommen – höflich wollte ich den Fahrenden vorlassen. Ich stieg am Rande des Weges wieder auf, schaute nach hinten, um mich unmittelbar hinter dem Fahrer einreihen zu können. Das Bild, das sich mir bot, war niederschlagend. Alle, wirklich alle, die ich beim Anstieg mühsam überholt hatte, fuhren in einer geschlossenen Kolonne an mir vorbei. Ich kam mir vor wie an einer Autobahnauffahrt ohne Beschleunigungsspur und die LKWs rasten an mir vorbei … als die Gruppe endlich vorbei war, fuhr ich etwas sauer und frustriert weiter. Bis zur ersten Labestation konnte ich zumindest ein paar aus dieser Gruppe wieder einholen.
Weiter ging es unter der steirischen Sonne über Wurzeln, Pfade und Felder. An dieser Stelle viele Dank an alle Zuschauer, die mit Gartenschläuchen und selbst gebauten Duschen für kurze Erfrischung sorgten.
Nach 3:15h fuhr ich als neunte Dame ins Ziel. Ich war sehr froh es geschafft zu haben und wusste, woran ich noch zu arbeiten habe :)

Ergebnisse Mountainbike Marathon Pruggern:
>> Classic-Strecke Gesamt
>> Classic-Strecke Klassen
>> Small-Strecke Gesamt
>> Small-Strecke Klassen

Mountainbike Marathon Pruggern 2010
Bilder: sportograf.com


Top Race 2010: Alpin-Triathlon Uttendorf

Hana und ich starteten am Samstag, 12. Juni 2010 erstmals beim TopRace (letztes Jahr leider zeitgleich mit dem XTERRA Nock & Lake). Dieser “Alpin-Triathlon” klingt von den Distanzen her zwar relativ kurz – ist aber von den Anforderungen her extrem knackig: 600m Schwimmen im Badesee von Uttendorf, anschließend 18km “Bergzeitfahren” (Mountainbike – min. 1,4 Reifenbreite) mit 680hm das Stubachtal hinauf zur Talstation der Weißsee Gletscherwelt (Enzingerboden) und abschließend 830hm Bergflauf auf 5,5km zum 2.311m hohen Berghotel Rudolfshütte.

ciclopia - your vienna bike base

Bei strahlendem Sonnenschein und extrem heißen Temperaturen fiel um 11.45 der Startschuss zum Schwimmen. Der Badesse von Uttendorf hatte immerhin angenehme 22°, sodass es unter dem Neopren nach den Startturbulenzen schon ordentlich dampfte. Leider lief das Schwimmen wieder mal alles andere als ideal. Nach jeder Menge Körperkontakt auf den ersten Metern fand ich mich bald eingezwickt hinter zwei Brustschwimmern, die offenbar nach explosiven 100m ihren Schwimmstil wechselten. Erst nach der Wende (kurzer Landgang) fand ich ein wenig in meinen Rhythmus. Die nächste Panne passierte dann beim 1. Wechselplatz (keine 10m hinter dem Schwimmausstieg) als sich der Zip vom Neo nicht auf Anhieb öffnen ließ (irgendwas hatte sich eingeklemmt). Ein bisserl genervt ging es dann aufs Bike und die ersten Kilometer flott hinein ins Stubachtal. Immer wieder bildeten sich anfangs kurze Windschattengelegenheiten – zum Teil mit Einzelstartern, zum Teil mit Staffel-Bikern. Einen sehr flotten 2er-Trupp (u.a. mit Wolfgang Ertl – 3. schnellster Bike-Split) musste ich nach einem höchst anaeroben Kilometer ziehen lassen – danach kam leider niemand mehr von hinten und die restlichen eher sanft steigenden Kilometer bis Schneiderau fuhr ich meistens gegen den Wind. Das überholen in den steilen Serpentinen motivierte wieder ein wenig und lenkte von der Tatsache ab, dass die Trinkflasche immer leerer und der Durst immer größer wurde.
Nach dem 2. Wechsel auf 1.480m Seehöhe ging es die ersten 300hm sehr steil in der prallen Hitze hinauf zur Seilbahn Mittelstation. Danach wechselten flachere Laufpassagen mit steileren Anstiegen über Steine und Schneefelder den Wanderweg hinauf zum Weißsee. Man musste jeden Schritt konzentiert setzen, um nicht irgendwo abzurutschen, zu stolpern oder in eine Pfütze zu treten. Das Teilnehmerfeld riss immer weiter auseinander – die vorderen Läufer schienen endlos weit weg und der Abstand nach hinten vergrößerte sich auch kontinuierlich. Insgesamt konnte ich beim Laufen noch drei Plätze gut machen und freute mich über alle entgegen kommenden Wanderer, die begeistert anfeuerten. Super war auch das Getränkeservice der Veranstalter und zahlreichen Helfer – alle Kilometer stand jemand mit gefüllten Wasserbechern.

Kurzes Video vom Top Race 2010:

Die Luft wurde gegen Ende zwar immer dünner aber damit auch angenehm kühler … nach 2:04:10 war ich ziemlich erschöpft im Ziel auf der Rudolfshütte, wo leckerer Kuchen und trockene Kleidung warteten. Hana war bereits 30 Minuten nach mir im Ziel und genauso happy, dass es dann mit der Seilbahn wieder rasch nach unten zu den Rädern ging. Mittlerweile hatte leichter Regen eingesetzt und es wurde schnell ganz schön frisch. Das Wetterglück stand beim TopRace jedenfalls ganz auf unserer Seite – 10 Tage zuvor gab es ja noch Schnee auf 1.500m … und auch am nächsten Tag verhüllten dunkle Wolken die Berge rund um die Rudolfshütte.
Abends gab es dann eine große Tombola und auch die Siegerehrung, die uns beiden in unserem ersten Rennen als “Berghis” eher überraschend einen Stockerlplatz bescherte. Wir erreichten in unserer Altersklasse Elite 2 (30-39 Jahre) jeweils den 3. Rang. Dafür, dass am Donnerstag meine Teilnahme durch eine abrupte Verkühlung eher wackelte (2 Tage totale Schonung & literweise Tee), ein absolut erfreulicher Abschluss trotz des ungewollt großen Rückstands auf die Spitze :)
Robert Hotter gewann das Rennen in sensationellen 1:46:03 nur 15 Sekunden vor dem “Lokalmatador” Gerhard Sinnhuber (beide AK Masters 40) und Andreas Daxberger (Elite 2 – 1:53:17). Bei den Damen siegte Andrea Höller (2:16:55) vor Dominique Angerer (2:23:59) und Waltraud Berger (2:28:06). Hana war mit 2:34:53 die vierte Dame im Ziel.
Ein großes Dankeschön gilt dem gesamten Veranstalter-Team rund um den TV Zell am See sowie allen Helfern und Sponsoren, die dieses einzigartige Rennen ermöglichten. Die Organisation war perfekt; das Startersackerl üppig gefüllt und die Stimmung im Festzelt hervorragend … ein echtes Top Race halt :)

>> Ergebnisse Top Race 2010

Top Race 2010


Fischinger Cross Duathlon 2010

Am Samstag, 1. Mai 2010 fand im steirischen Fisching der 15. internat. Cross Duathlon statt, der wie schon die Jahre zuvor neben der steirischen Landesmeisterschaft auch den ersten fixen Saisontreff für die heimische XTERRA-Szene bedeutete.

ciclopia - your vienna bike base

Recht groß und überaus gut besetzt war heuer das Teilnehmerfeld (108 Einzelstarter und 13 Staffeln).
Und es war auch das erste Rennen für mein neues Cannondale Flash, das eine tadellose Premiere feierte. Nach zwei eher ernüchternden Laufrunden à 2,8km im Gelände (das Tempo auf der neuen Laufstrecke war von Beginn an extrem hoch), folgte eine flotte Aufholjagd auf den 4 Bikerunden à 4,5km. Obwohl nach einer scharfen Ausreiss-Attacke zu Beginn der 3. Runde ein plötzlicher Wadenkrampf böse schmerzte und weitere Antritte bzw. Führungsarbeit in meinem Trio nicht mehr zuließ, schaute am Schluss immerhin die 8 schnellste Bikezeit/Gesamt heraus. Die abschließenden 2,8km Laufen haben sich nochmals ordentlich gezogen und am Schluss wurde es in meiner Altersklasse (M35) auch noch richtig spannend. Ca. 300m vor dem Ziel überholte mich der spätere AK-Sieger Thomas Del Medico mit einem fulminanten Finish (3. schnelleste Schluss-Runde/Gesamt). Ca. 50m vor dem Ziel konnte ich dafür noch mit einem Endspurt um 2 Sekunden den 2. Platz/AK herauslaufen. Damit lagen die ersten 3 der AK35 im Ziel extrem knapp innerhalb von 7 Sekunden beisammen.
Überlegener Tagessieger/Gesamt wurde der Steirer Jürgen Kropf (Murrunners Tri) vor dem ebenfalls sehr starken Ernst Moser (ATUS Knittelfeld) und Vorjahressieger Georg Berndorfer (4sports.at).
Hana lief und bikte auch ein flottes Rennen und schaffte als 7. Dame/Gesamt (24 Starterinnen) in der sehr gut besetzten HKw den 5. Platz – hier ihr Bericht:
“Das Gewusel zu Beginn des Laufens glich einer hungrigen Büffelherde, die einem jungen – (was auch immer Büffel gerne fressen) nachjagt. Der erdige und trocken Boden wurde durch die Hufe der voran trabenden Läufer so aufgewühlt, dass man die vorbei galoppierenden Mitstreiter mehr spürte als sah. :-)
Die leise aufkommende Sinnfrage beim Durchreichen verbot ich mir auf der Stelle und versuchte in meinen Rhythmus zukommen – was mir gelang und ich heftete mich an die Fersen der 103, die mich zuvor in einer Gruppe überholt hatte. Und siehe da: die ersten Läufer, die zuvor an mir vorbei zogen, waren wieder eingeholt. So konnte ich motiviert auf die Bike-Strecke gehen.
Und da kam sie schon wieder: die 103, die mich erneut einholte und diesmal heftete ich mich in den Windschatten. Die nächsten dreieinhalb Runden versuchte ich mich nur auf das Hinterrad meines Vorfahrers zu konzentrieren und dran zu bleiben. Was, wenn es auch ein wenig wehtat, zum Glück gelang – vielen Dank an Thomas Sabbas, der sehr Gentleman-like tapfere Führungsarbeit leistete. Die letzte Laufrunde war nur noch von dem Wunsch getragen, bald das ersehnte Ziel zu erreichen. Nach 1:18:35 konnte ich mir den Wunsch erfüllen und lief zufrieden über die Ziellinie.”

Im Zuge der Siegerehrung gab es wieder ein überaus nettes Beisammen sitzen bei Sonne und Gegrilltem im Gasthaus Plaschkothek in Fisching. Ein herzliches Dankeschön wie jedes Jahr an das gesamte Veranstalterteam des Askö Triathlon Team Judenburg für den perfekt organisierten und absolut sympathischen Bewerb!

>> Ergebnisse Fischinger Cross Duathlon 2010

Cross Duathlon Fisching 2010