GoldeckMan 2010 – Triathlon der Superlative

Seit Jahren ist der GoldeckMan bekannt für seine besondere Kombination aus Schwimmen, Berglauf und Mountainbiken. Auf zum Teil neuer Strecke präsentierte er sich heuer noch Berglauf-lastiger als zuvor. So galt es nach den 1.000m Schwimmen im Weissensee von dessen Ost-Ufer aus über den Eckwandsattel (2.070m) und die Gusenalm (1.750m) bis zum Parkplatz Seetal an der Goldeck Mautstraße (1.880m) auf einer Distanz von 11,4km satte 1.400hm zu überwinden (und auch 440hm meist steil bergab) – wesentlich mehr als bei den meisten reinen Bergläufen.
Danach folgten noch 30km MTBike mit 550hm über den Martenock (2.039m) und eine bergige Runde über den Farchtensee zurück zum Ost-Ufer.
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Mit dem Wetter hatten wir wieder einmal riesen Glück – zum Teil waren die Wege, Wurzeln und Steine noch ein bisserl rutschig von den Regenfällen der Vortage – aber am Renntag schien großteils die Sonne und heizte nach der morgendlichen Frische vor allem beim Biken ordentlich ein.
Das Rennen selbst lief im Großen und Ganzen für uns sehr erfreulich. Beim Schwimmen war der Abstand zur Spitze zumindest eine Spur kleiner als im Vorjahr. Beim Berglauf kam ich bis zum Eckwandsattel auf den 4. Platz nach vor. Danach gab es einen richtigen Dreikampf um den 3. Gesamtrang. Daniel Müller überholte mich kurz vor der Wechselzone beim Bergablaufen zurück. Obwohl ich bei beiden Bike-Antstiegen wieder Zeit gut machen konnte, war Daniel im Ziel 42 Sek. vor mir. Ohne meine heftigen Krampf-Attacken beim Biken wär es vielleicht noch knapper geworden :)
Auf den letzten Kilometern konnte ich noch Lokalmatador Erwin Kozak (2. schnellster Bergläufer) überholen … wir kamen dann quasi zeitgleich nach 3h 22min als 4. und 5. ins Ziel.
Gewonnen hat wie im Vorjahr Micky Szymoniuk (3:06:25) vor Robert Hotter (3:15:27).  In der Altersklasse AK ging sich für mich damit hinter Micky und Daniel ein Stockerlplatz aus.
Hana finishte den GoldeckMan in 4:36:32 als 4. Dame und ließ noch 3 Herren hinter sich. Schnellste Dame war Marita Staufer (3:58:30) vor der Italienerin Anna Nonino (4:03:55) und Sonja Wimmer (4:19:13).
Ein herzliches Dankeschön von uns an das gesamte Veranstalter-Team und die zahlreichen Sponsoren, die den GoldeckMan wieder zu einem perfekt organisierten und auch von den Gewinnen und Preisen her zu einem absolut lohnenden Bewerb machten. Alleine die Zielverpflegung mit Gulaschsuppe und Kletzennudeln sucht ihresgleichen!
Mit der in Österreich sicher größten Herausforderung im Cross-Triathlon-Bereich und eingebettet in die traumhafte Landschaft der Weissensee-Region war der GoldeckMan 2010 wieder ein absoluter Bewerb der Superlative.

>> Ergebnisse GoldeckMan 2010

GoldeckMan 2010
Photos:
© jo.hermann & © Goldeckman
Photo unten: Siegerehrung GoldeckMan 2010 AK m
mit Daniel Müller (links/Platz 2) und Micky Szymoniuk (Mitte/Platz 1)

Goldeckman – 1. August 2009

Um 9.30 Uhr startete am 1. August der Alpin-Triathlon “Goldeckman 2009″ über 1,5km Schwimmen im Weissensee, 1.250hm Berglauf (10,1km – 400hm Gefälle) und 800hm Mountainbiken (32,2km – 1.650hm Gefälle). Es herrschten von Beginn an ideale Wettkampfbedingungen: der Weissensee hatte ungewohnt warme 22° – und ein paar harmlose Wolken- und Nebelfelder mischten sich v.a. beim Berglauf unter den strahlenden Sonnenschein.
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Nach dem Schwimmen in dem türkisblauen ruhigen See hieß es in ungewohnter Reihenfolge die Laufschuhe anziehen und nach einem relativ flachen Kilometer steil hoch Richtung Eckwandsattel (2.070m) zu laufen. Auf den nächsten 3km galt es 900hm zu überwinden – d.h. extrem steil und direkt über Steine, Wurzeln und Stufen den erdigen Wanderweg hinauf bis auf den Bergrücken oberhalb der Techendorfer Alm (Stosia – 1.820m). Danach folgte die lange Querung der steil abfallenden Latschur-Südhänge auf einem schmalen und von Frühjahrs-Schneerutschen gezeichneten Pfad – je höher man lief, desto felsiger und abschüssiger wurde der Weg, bis man den Eckwandsattel auf 2.070m erreichte (1:07 Laufzeit) und erstmals Richtung Goldeckgipfel blickte. Ab hier ging es flott bergab den Wanderweg zur Gusenalm – die ersten 300hm sehr steil und stufig – die letzten 2km etwas bergauf-bergab … ständig über große Wurzeln und Steine.
In der Wechselzone angekommen (Laufzeit 1:25) sah ich noch ungewohnt viele Räder hängen und ich freute mich richtig nach dem relativ brutalen Bergauf- und vor allem auch Bergablauf auf den ersten Anstieg mit dem Mountainbike hinauf zum Goldeckgipfel. Die 400hm auf der Schotterstraße waren auch bald abgestrampelt und danach ging es in spitzen Serpentinen flott bergab Richtung Krendlmaralm (ca. 400hm). Es folgten ca. 200 steile Höhenmeter auf einem noch fahrbaren Wanderweg zur Goldeckhütte, bevor man das Bike ca. 100hm schultern musste, um über felsige Stufen den Höhenrücken des Martennock zu erreichen. Nach dem Gipfelkreuz auf 2.039m folgte bald eine weitere Tragepassage bergab durch den Lawinenverbau (ca. 100hm unfahrbar) und danach ein traumhafter Singletrail, der sehr flowig über Wiesen und durch Nadelwälder bis auf ca. 1.600m führte. Die weiteren Höhenmeter bergab fuhr man großteils über Schotterstraßen (kurz Aspahlt und kurz über einen steileren Erdweg), bis man vor dem “Gasthof Wassermann” auf die Hauptstraße kam. Die letzten 8km zogen sich noch gewaltig, aber nach 3:42 war es geschafft und das Ziel am Weissensee-Ostufer erreicht.
Mit dem 8. Gesamtrang und nur 17 Minuten Rückstand auf den Sieger Michael Szymoniuk (davon über 9 min. beim Schwimmen/1. Wechsel) war der Goldeckman mein bisher stärkstes XTERRA-Rennen – die vielen Skitouren der letzten Jahre und ein paar längere Berglauf-Trainings in den vergangenen Monaten haben das sicherlich unterstützt … zwar konnten sie mich nicht ganz vor recht schmerzhaften Krämpfen auf den letzten Bike-Kilometern bewahren (erstmals bei einem XTERRA-Bewerb) – aber in den Gesprächen im Zielraum zeigte sich, dass es den meisten anderen Teilnehmern genauso erging.
Umso erfreulicher, dass Hana nach 5:13 als 3. Dame das Ziel erreichte und mit einem Stockerlplatz für ihre tolle Leistung belohnt wurde.
Nicht nur auf Grund der ungewohnten Lauf-Bike-Reihenfolge ist der Goldeckman ein absoluter Ausnahme-Bewerb innerhalb des ÖTRV XTERRA Cups und macht Lust auf mehr Triathlons mit Gipfel-Panorama …
Ein großes Lob und ein herzliches Dankeschön gilt wieder einmal dem Veranstalter (Verein GoldeckMan-Team), der gesamten XTERRA-Crew und den zahlreichen Helfern und Streckenposten, die uns diesen tollen Bewerb ermöglicht haben!
Vielen Dank auch an unseren Betreuer Heinz und an unsere Quartiergeberin Helga vom Gästehaus Zechner, die uns mit einem Transparent 3km vor dem Ziel nochmals kräftig anfeuerte :-)

>> Ergebnisse Goldeckman 2009
>> ÖTRV XTERRA-Cup Zwischenstand Damen
>> ÖTRV XTERRA-Cup Zwischenstand Herren

Fotos von Heinz Wachmann, Astrid (xterra.at) und Robert Hotter – Danke!!