el himno por almendras y chocolate

Also, nachdem wir heute wieder einen Ruhetag genießen und nur eine kurze Schwimmeinheit im Meer absolviert haben, möchten wir einmal auf einen nicht ganz unwesentlichen Faktor erfolgreicher Trainingslager näher eingehen: dieser hat etwas im weiteren Sinn mit Regeneration und Auffüllung der leeren Depots zu tun: es geht um die Belohnung mit kleinen süßen Schweinereien – konkret: es geht um die Mehlspeisenzutaten numero 1 + 2: die Mandel und die Schokolade. Erst heuer entdeckten wir in einer kleinen Panaderia („Tentation“ – Nachbar der Tapas-Bar La Pikada) die absolute Vollkommeneit aller Mehlspeisen: tarta de almendras y chocolate bzw. croissant de almendras y chocolate. Das Ganze kan man sich wie eine saftig-weiche Kombination aus Marzipan, Butter und dunkler Schokolade vorstellen, die nach dem ersten Bissen alles bisherige an Süßem konsumierte in den Schatten stellt. Nach dem zweiten Bissen denkt man immer noch „verdammt, schmeckt das perfekt“, nach dem dritten Bissen kommt ein leises „schon irgendwie sehr mächtig“ auf und spätestens nach dem vierten Bissen legt man das gute Teil beiseite, weil offenbar der Butteranteil für den gesundheitsgetrimmten Sportlermagen doch eine zu große Herausforderung darstellt. Letztlich bleibt aber ein himmlischer Gesamteindruck, soeben an etwas Großem, Einzigartigem teilgehabt bzw. abgebissen zu haben … und wenn die 2. Hälfte am nächsten Tag noch im Papiersackerl lauert, durchläuft man den selben Prozess der süßen Verführung ein weiteres mal – auch nicht schlecht. Insofern schlagen wir auch nur jeden zweiten Tag den Weg zur mehlspeisgewordenen Sünde ein …

das Warten auf Sonnenfenster …

Mit dem Wetter hatten wir hier die letzten Jahre definitiv mehr Glück. Momentan laufen die Tage immer sehr ähnlich ab. Wir stehen auf, blicken aus dem Fenster Richtung Meer und sehen zumindest teilweise blauen Himmel und Sonne. Unser erster Weg führt uns hoffend vor die Tür unseres Appartments, von wo aus wir einen kompletten Rundblick über das Inselinnere haben. Und da sah es die letzten Tage morgens leider extrem düster aus. Kurz darauf fallen auch schon die ersten dicken Tropfen. Also heißt es nach dem Frühstück erst mal abwarten, lesen und entspannen – alle paar Minuten den Blick vors Appartment, um das erhoffte Sonnenfenster ausfindig zu machen.
Gestern dauerte es bis 12.00 Uhr, als Hana zu einem 2 Std. Lauf aufbrach und ich etwas später eine große Radrunde über den Nationalpark Timanfaya startete. Die ersten 2 Stunden fuhr ich dann sogar bei tadellosem, nahezu wolkenlosem Himmel; erst bei der Kehrtwende in Yaiza kamen von Fuerteventura die nächsten finstren Wolken im Eilzug näher. Die letzten 20 Minuten strampelte ich dann auch im Nassen ab, dennoch froh, das kurze aber intensive Sonnenfenster optimal genutzt zu haben.

Heute wieder ein sehr ähnliches Bild. Wir starteten um 10.00 Uhr und fuhren die ersten 2,5 Std. bei Sonne und harmlosen Wolken, nachdem es am morgen kräftig geschüttet hatte. Gegen Ende der Runde holten uns aber wieder intensive Regen- und sogar ein kurzer Hagelschauer ein. Dennoch sind wir bis jetzt recht zufrieden, unsere Trainings großteils wie gewollt absolvieren zu können. Vor allem nachdem das Trainingslager heuer mit der Weisheitszahngeschichte alles andere als erfreulich begonnen hatte. Und ein paar Tage sind wir ja noch hier und die Chance auf einen richtigen Sonnentag lebt …

Lavatrails zum Verlieben …

Nachdem wir gestern in der Tapas-Bar unsere Leckereien brav weggeputzt hatten, wurden wir heute gebührend mit Sonnenschein belohnt. Fielen am Morgen noch ein paar Regentropfen, so konnten wir unsere flotte 2,5 Std. Gelände-Biketour mit anschließendem 30 min. Koppellauf an der Küste bei strahlendem Sonnenschein und ordenlicher Hitze absolvieren. So macht das Training richtig Spaß … und das Regenerationsprogramm bei Café und Zimt-Muffin sowieso 🙂

Ruhe- und Regentag

Davon, dass es auf Lanzarote immer nur max. 10 Minuten regnet, waren wir bisher eigentlich felsenfest überzeugt. Seit gestern wissen wir: es kann kann leider auch anders … Nachdem wir auf Grund finsterster Wolken unsere Trainingsrunde nach knapp 1h in eine andere Richtung gelenkt hatten als geplant, kamen wir noch einige Zeit trocken davon. Als wir dann aber nicht nochmals die weniger spannende Küstenpromenade zwischen Arrecife und Puerto del Carmen retour fahren wollten, mussten wir wieder Richtung Regenwolken in die hügeligen Orte Tias und San Bartholomé, wo uns nach ca. 3h so richtig das Nass erwischte. Auf der LZ 30 nach Teguise fielen dicke Tropfen als gäbe es kein morgen. Im Nu waren die Straßen zentimetertief unter Wasser und wir von Kopf bis Fuss fetznass. Genauso abrupt kam dann aber auch das Ende des Unwetters. War die Sicht unter den schwarzen Wolken auf ein paar Meter beschränkt, schien nach wenigen Metern über der Regengrenze wieder die Sonne und der angenehm warme Wind trocknete uns bis nach Hause sogar beinahe zur Gänze auf. So waren wir nach knapp 4h Fahrt, davon gut 30 Minuten im heftigen Unwetter, um eine Erfahrung reicher, die sich heute – am 2. Ruhetag – nochmals bestätigte: auch auf Lanzarote kann es durchaus üppig regnen. Nachdem wir heute morgen schon im Neo fix und fertig am Meerespool standen bereit in die Fluten zu springen, zuckte plötzlich ein Blitz und Donner nach dem anderen über uns hinweg, sodass wir etwas frustriert wieder heimwärts liefen und gleich zum Frühstück übergingen. Nach einem kurzen Shoppingausflug nach Arrecife, wo uns bald strahlender Sonnenschein wärmte, holten wir die ausgedehnte Schwimmeinheit am Nachmittag zufrieden und mit der Insel wieder versöhnt nach, wodurch die deftigen Tapas im Repikada soeben noch viel sensationeller schmeckten 🙂

Unterwegs im hügeligen Nord-Osten

Gestern feierten wir Hanas Geburtstag in einem netten Lokal in unserer Lieblings-Gourmet-Meile, die etwas abseits vom Strandpromenadentrubel liegt. Neben 2 hervorragenden Tapas-Bars, gibts dort mehrere feine Cafes – wie z.B. „unser“ Cafe Bruno, bei dem wir fast täglich zu Cafe con Leche und Tarta di Manzana mit unserem MacBook in der WiFi-Zone sitzen.
Nachdem wir auf Grund meiner Zahn(fleisch)wehs und Trainingspause in der Vorwoche einen Ruhetag vorgezogen hatten, waren wir nur in der Früh ein paar Runden im Meer schwimmen und lenzten sonst gemütlich herum.
Dafür waren wir heute sehr fleißig. Nach einer morgendlichen Laufeinheit an der Strandpromenade und einem gesunden großen Frühstück fuhren wir eine hügelige 4-Stunden Runde über Orzola und Haria, bei der wir wieder einige der Insel-Highlights passierten. Auch heute war der Himmel meistens bewölkt, sodass wir nicht sehr viel fotogrfierten. Bei der Schlussabfahrt kamen wir sogar in einen ordentlichen Regenguss – allerdings wie fast immer hier auf Lanzarote war das Nass nach knapp 10 Minuten vorbei.
Der Wind hielt sich bisher zum Glück in Grenzen. Im Vorjahr waren wir bei kräftigen Sturmböen auf der selben Runde fast eine halbe Stunde länger unterwegs.
Jetzt hoffen wir nur noch, dass unser Supermarkt noch zwei Kornspitz hat – einziges nicht weisses Gebäck hier … und immer super lecker knatschig 🙂

Bikers Paradise

Heute stand die erste richtige Geländefahrt am Programm und wir starteten in das Gebiet an der NO-Küste nördlich von Costa Teguise, das mit einer Menge toller Trails auf unterschiedlichsten Böden eines der besten Bike-Reviere der Insel ist – mal gehts über grobe Lavabrocken, mal über erdigen Lehmboden, dann wieder über grasige Teppiche, dann über „normalern“ Schotter … dazu weit und breit kein Mensch, da immer fern ab von Straßen oder Wohngebieten – ideal zum Austoben also.
Sogar einen neuen Trail konnten wir entdecken, der sich schmal aber eben perfekt auf halber Höhe eines kleinen Vulkangipfels entlang schlängelte. Da war der Ärger über den ersten Platten gleich zu Beginn der Gelände-Tour schnell wieder vergessen 🙂
Auf Grund der relativ vielen Wolken am Himmel tobten wir uns fotografisch quasi gar nicht aus.