Trainingslager Lanzarote 2014

Bereits zum fünften mal verbrachten wir zwei Wochen im März auf Lanzarote und genossen die optimalen Trainingsbedingungen, die angenehm ruhige Atmosphäre und die faszinierenden Kontraste der Insel sowie die kulinarischen Genüsse unserer vielen Lieblingscafés.
Nachdem wir heuer eine Triathlonpause einlegen werden, um uns voll aufs MTBiken zu konzentrieren, gab es nur zwei kurze Lauf- und windbedingt auch nur eine Genuss-Schwimmeinheit im Meer … dafür intensivere Kraft- und längere Ausdauereinheiten am Bike sowie mehr Regeneration 🙂

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Trainingslager Lanzarote – Tipps, Tops und Flops

Video von 2009:

Video von 2010:

Nach unserem 2. Trainingslager in Costa Teguise können wir auch heuer wieder eindeutig eine große Lanze für Lanzarote brechen. Vor allem das kaum vorhandene Schlechtwetter-Risiko, die idealen Trainingsbedingungen für Rad/Bike sowie Schwimmen im Meer und das sensationelle Preis-Leistungs-Verhältnis ergeben ein eindeutiges Doppel-Daumen-Hoch.
Alleine der Wettervergleich mit Mallorca die letzten 2 Jahre sagt alles: Während wir kurz/kurz bei strahlender Sonne unsere Kilometer abspulten, gab es heuer auf Mallorca zur selben Zeit satte 5cm Neuschnee … und im Vorjahr hatten Freunde eine ganze Woche Dauerregen auf den Balearen, während es bei unseren 14 Tagen auf Lanzarote insgesamt 10 Minuten regnete.
Anbei in Kürze unsere Tipps, Tops und Flops für das perfekte Trainingslager auf der Vulkaninsel bzw. in Costa Teguise:

Tipps & Tops:

  • das stabile Wetter
  • tolles Preis-Leistungsverhältnis (EUR 550,- p.P. inkl. Flug und 14 Tage Appartement)
  • ideale Bike-Trails zwischen Costa Teguise – Guatiza und der LZ-1
  • traumhafter „Meeres-Pool“ am südl. Rand von Costa Teguise (Playa del Jablillo); 19-20°
  • Café con Leche und Tarta Manzana im Café Bruno (Segafredo)
  • Repikada Tapas-Bar: etwas abseits vom „Zentrum“; 90% Einheimische im Lokal; kalte und warme Köstlichkeiten einfach nur zum Rauf- und Runter-Kosten …
  • OatSnack Kirsch-Kokos – der beste Riegel aller Zeiten (auch Brasil Nut, Vanille und Schoko Banane sind lecker)
  • Kornspitz im Supermarkt „Hiper Dino“ in der Nähe der Repikada-Bar (absolute Seltenheit in Costa Teguise; aber auch weisse Baguettes sind ab uns zu lecker)
  • Rückenwind auf der LZ-1 nach Orzola
  • Küsten-Lauf auf Lavapfaden nördlich von Costa Teguise
  • PlanetBikes.com: Rolands Bergamont-Hardtails sind sicher keine Renn-Gäule, aber ideale Trainings-Bikes (gute Sättel auch bei 5h+ Touren; inkl. SPD-Pedale) … sie meistern verlässlich und wendig alle Trails; und das Mehrgewicht von gut 4kg im Vergleich zu Flashi dient nur dem Trainingseffekt 🙂
    Roland liefert die Bikes zur gewünschten Zeit ins Hotel und holt sie auch wieder ab – Kosten für 13 Tage p.P. EUR 125,- … Zusatzplus: kein Stress beim Packen und Reisen mit den eigenen Bikes im Koffer – und keine Transportkosten.

Flops:

  • eigentlich keine wirklichen
  • eventuell ein paar Sturm-Böen die uns einen kurzen Fluch entlockten; den Vorteil, dass es dafür zu Hause nur noch „sanfte Lüfterln“ gibt, haben wir bereits erwähnt 🙂
  • allerdings auffällig: der böseste Gegen- und Seitenwind stürmte immer um La Caleta – egal von welcher Richtung wir kamen, wir wurden vom Winde verweht
  • Schwimmen bei Ebbe am Hotel-nähsten Strand „Las Cucharas“

der Teufel trägt Windhosen …

Heute drehten wir nochmals eine große Runde, die uns über die LZ-30, La Geria und Yaiza in DEN Nationalpark Lanzarotes führte: Timanfaya.
Vom Vorjahr noch in guter Erinnerung staunten wir auch heuer wieder über die phantastische Landschaft der endlosen schwarzen Lavawüste mit dem sandroten Bergmassiv in der Mitte – dazwischen nur eine lange Aspahlt-Gerade, die verständlicher Weise entsprechend viele Touristen anlockt, die dann mit Kamelen über schön angelegte Lavapisten oder mit riesen Bussen über die für den Verkehr gesperrten Straßen ins Zentrum des Nationalparks kutschiert werden.
Wir düsten heute mit herrlichem Rückenwind durch den Park bis zur Küste in La Santa hinab, von wo aus wir dann bis nach Hause wie schon gestern böse gegen den Süd-Ost-Wind kämpften. Auf der Strecke von Soo nach La Galeta blies er besonders kräftig von der Seite und schenkte uns an der Sandküste ein kostenloses Extrem-Peeling für Arme und Beine … und auch auf der Schotterstraße hinauf nach Teguise gab es derart heftige Böen, dass wir zu dem ein oder anderen unfreiwilligen Stopp gezwungen wurden, um nicht den Abhang hinunter gefegt zu werden.
Nach über 5h Fahrtzeit beendeten wir die letzte Ausfahrt mit unseren geborgten Bergamont-Bikes, die ohne großen Pannen (außer 2 Patschen) tapfer alle Trails und Strecken überstanden. Ob wir heute noch laufen gehen oder nicht ist noch ungewiss – momentan überwiegen Müdigkeit und süßes Nichtstun bei Café con Leche und Brunos Tarta Manzana – bester Apfelkuchen in Costa Teguise 🙂

Trainingslager Lanzarote 2010

Wüstensand und große Hitze …

Also, zuerst gleich einmal ein Foto von unserer unlängst entdeckten Badebucht am Rande von Costa Teguise. Bei Ebbe wie heute Morgen ist der ca. 150m lange türkisfarbene „Pool“ durch eine Steinmauer begrenzt, die nur bei Flut (wie gestern Abend) überspült wird – dann ist der Wasserstand ca. 2 Meter höher und ein paar Wellen dringen bis zum „Beckenrand“ vor. Bei Ebbe hingegen ist das Wasser absolut ruhig wie ein See und darüber hinaus tummeln sich unzählige Fische zum Teil in riesen Schwärmen direkt unter uns. Ein weißes Sandband am Boden zwischen den schwarzen Lavabegrenzungen bringt zusätzlich karibischen bzw. hawaiianischen Flair 🙂
Nach einer 40 Minuten Schwimmeinheit heute Morgen starteten wir erst um 11.00 Uhr nach einem zweiten ausgiebigen Frühstück unsere Radeinheit bei abermals diesig-heißem Wetter. Nachdem der Wind heute völlig ungewohnter Weise aus Süd-Ost kräftigst wehte, ließen wir uns auf der LZ-1 genüsslich bis nach Orzola wehen – zum zweiten mal vorbei an den weiss-schwarzen Sandstränden und den türkisfarbenen Buchten, die wir für einen kurzen Abstecher nutzen, um uns im Sand-Fahren zu üben.
Nach Orzola fuhren wir bei stürmischem Wind bergauf Richtung „Mirador del Rio“ und zweigten kurz vorher in Ye direkt nach Haria ab. Stellenweise versetzten uns Sturmböen um gut einen halben Meter … und wir waren heute oft richtig happy mit dem Bike und nicht mit dem Rennrad unterwegs zu sein. Die Serpentinenauffahrt nach „Los Helechos“ (570m – s. Foto) war dann auch entsprechend „endlos“ und bis nach Hause kämpften wir bergab fast jeden Meter gegen den Sturm. Später hörten wir, dass es einiges an Saharastaub übers Meer geweht hat, was auch unsere staubigen Arme und Beine zu Hause erklärte, obwohl wir heute kaum im Gelände unterwegs waren.
Nach über 4h Fahrtzeit fielen wir glücklich über Recovery-Drinks und leckeres Essen her 🙂

Trainingslager Lanzarote 2010

Insel-Highlights

Nach dem gestrigen Ruhetag gabs heute wieder ein ordentliches Programm – am Morgen nach einem ersten kleinen Frühstück 40 min. Intervall-Lauf und nach einem leckeren zweiten Frühstück starteten wir um 10.00 Uhr zu einer 3h Gelände-Fahrt („schwer“ bei durchwegs flottem Tempo). Schon die Morgenstimmung auf unserem Balkon (s. Foto Nr.1) versprach einen heißen Tag – und es war heute tatsächlich richtig schwül und kaum windig, sodass wir erstmals unsere schulterlosen Trikots ausfahren konnten … also eigentlich ideale Bedingungen für einen intensiven Trainingstag. Und schon auf den ersten flotten Metern über die flowigen Trails im Gelände zwischen Costa Teguise (unserem Hotel-Ort), Guatiza und der LZ-1 kam sommerliche Rennatmosphäre auf.
Durch das tagsüber recht diesige Wetter war die Aussicht vom Castillo de Santa Barbar- (445m) oberhalb von Teguise (Foto Nr. 3+4) über die gesamten Hügel der Insel etwas getrübt, aber nach einer schnellen Gelände-Abfahrt nach Nazaret kamen wir (ich zum zweiten mal und diesmal mit Fotoapparat) zum von uns ernannten „schönsten Haus von Lanzarote“. Und diesmal blieben wir auch für ein Foto stehen und sahen, dass es sich hier nicht um „irgendein“ Haus handelt, das ich zufällig am Ende einer lässigen Gelände-Abfahrt beim Eintauchen in den Ort Nazaret „entdeckt“ habe, sondern um das von Touristen durchaus gerne besuchte „Casa Omar Sharif“ (s. Foto Nr. 6) – natürlich entworfen vom bekanntesten lanzarotenischen Architekten: Caesar Manrique.
Und auch von unserem „Lieblingstrail“ gibt es heute ein paar Bilder – absolut flowig und landschaftlich ungemein abwechslungsreich fuhren wir ihn heute gleich 2 mal 🙂
Jetzt gehts dann wie fast immer ab ins Meer, das uns mittlerweile auch schon etwas wärmer vorkommt als die ersten Tage – wahrscheinlich weil wir endlich die fürs Schwimmtraining absolut perfekte Bucht gefunden haben – aber dazu mehr dann morgen …

Trainingslager Lanzarote 2010

durch einsame, endlose Lavafelder …

Einen wahren Traumtag hatten wir heute – großteils wolkenlosen Himmel und kaum Wind … ideale Bedingungen für unsere 4h Ausfahrt in eine für uns neue Ecke der Insel mit einigen Highlights entlang der Strecke. Entsprechend viele Fotos haben wir heute geschossen – quasi als Ausgleich zu gestern 🙂
Etwas nördlich vom Nationalpark Timanfaya führt von Tinajo eine ca. 8km lange Sackgassen-Schotterpiste mitten durch endlose schwarze Lavafelder bis zur Küste an einen kleinen schwarzsandigen Strand (im Ort nur einmal durch ein kleines Schild „Las Malvas“ angeschrieben) – keine Autos und auch quasi keine Menschen den ganzen Weg hin und retour, dafür prächtige Panoramen über die weite, einsam-karge Vulkanlandschft … also ein paar sehr nette Fotoplatzerln und endlich auch ein passendes Motiv zu unserem Intro-Titel „Sonne, Meer & schwarze Lava“.
Heute ist auch das Meer wieder viel ruhiger, was unsere abendliche Schwimmeinheit hoffentlich wesentlich entspannter machen wird – morgen ist dann unser 2. und letzter Ruhetag – d.h. lockeres Schwimmen und sonst nur Depots auffüllen 🙂

Trainingslager Lanzarote 2010