letzte Vorbereitungen

Heute stand nur lockeres Laufen früh morgens am Programm … und so nutzen wir die restliche Zeit, um letzte Vorbereitungen für Sonntag zu treffen und ein wenig zu entspannen. Das wichtigste war heute alle Reifen ordentlich mit Dichtungs-Milch zu befüllen. Dazu hatten wir von Wien für jeden Reifen 2 kleine Fläschchen importiert, die wir teils direkt in den Reifen (Scalpi) und teils durchs Ventil (Cubily) einfüllten. Danach pumpten wir alle Reifen auf 1,8 bar und drehten eine kleine Runde zum „Kihei Rent a Car“, wo wir für morgen Samstag bis Sonntag nächster Woche ein Mietauto reservierten, um die Tage nach dem Rennen die Insel richtig zu erkunden.
Auch die „Werkzeugbox“ mit den CO2-Patronen, Not-Schlauch und -Milch ist bereit … und jetzt sind wir sehr zuversichtlich, dass wir für Sonntag gut gerüstet sind.
Der Rest wird noch morgen zusammen gepackt, bevor es um 18.00 zur Wettkampfbesprechung mit anschließendem „Night of Champions Dinner“ geht.
Rennstart ist dann am Sonntag um 9.00 Uhr … d.h. 20.00 Uhr Wiener Zeit (nach Winterzeit). Wer länger aufbleibt kann auch das Rennen live im Internet mitverfolgen >> www.xterra.tv bzw. www.xterraplanet.com/maui
Wir werden voraussichtlich erst wieder nach dem Rennen am Montag/Dienstag berichten … hoffentlich mit good news.
Aloha und Mahalo für das rege Interesse 🙂

Fotos:
– Sonnenuntergang von unserer Terrasse aus
– Einfüllen der NoTubes-Milch durchs Ventil
– Werkzeugbox für 2. Flaschenhalter
– Cubily & Scalpi sind bereit
– Zwischenstand unserer Trinkwasser-Gallons-Sammlung (ca. 40 l)
– und weils so schön war: noch ein Sunset-Motiv von heute

xterra wm maui 2009 hawaii

practice course

Zeitig wie immer läutete der Wecker um 6.00. Erstens ist am Morgen die Temperatur angenehmst, nahezu kühl … zweitens ist schon vor 18.00 Sonnenuntergang und danach wirds bald stockfinster. D.h. wenn man bei Tageslicht etwas sehen will, muss man hier früh aus den Federn.
Nach der allmorgendlichen Schwimmeinheit stärkten wir uns bei einem 2. Frühstück und machten uns dann um 8.30 auf zum „practice course“ … das hat nichts mit Tanzschule zu tun, sondern ist die Bezeichnung für einen extra freigegebenen Rundkurs im Gelände, der dem Terrain am Wettkampftag recht ähnlich ist. Die eigentliche WM-Rennstrecke darf/kann vorher nicht besichtigt werden, sondern wird nur am Sonntag frei gegeben. Selbst zum practice course muss man mit Startnummer ein- und auschecken und kann nur zwischen 9.00 und 15.00 Uhr ein und aus.
Nach einem ersten zachen Anstieg ging es flott über steingespickte Wege, die teilweise durch tiefen braunen puderartigen Sand führten, mal steil und stufig bergab, dann wieder kurz und knackig bergauf. Vor allem die vielen losen und in allen Größen am Weg liegenden Lavasteine strengen das Fahren ordentlich an und fordern permanent höchste Konzentration – äußerst ungewohnt im Vergleich zu den heimischen großteils flowigen Strecken. Zwar keine extremen technischen Schwierigkeiten, aber insgesamt kaum eine längere gerade oder logische Linie. Alleine die geschützt 20cm tiefen Sand-Powder-Passagen sind gewöhnungsbedürftig, da man zwar relativ guten Grip hat, allerdings kaum sieht, wo man drüber führt – ähnlich trüben Gatschlacken, die halt mit mehr spür- als sehbaren Steinen gefüllt sind.
Nach dem Biken testeten wir auch noch für ca. 15 Minuten den Untergrund mit den Laufschuhen, bevor wir mit schweiss-staub- sonnencreme-verschmierten Beinen zur Bike-Waschstation fuhren, wo wir unsere Räder säuberten. Dann rollten wir nach Hause in heller Vorfreude auf kühle Drinks und saftige Bagels.

xterra wm maui 2009

137 513

… das sind nicht die Codes von unserem Hotel-Tresor, sondern unsere Startnummern, die wir heute morgen im Hotel Makena Beach & Golf Resort (ehem. Maui Prince) abholen konnten. Das vor zwei Tagen noch völlig WM-neutrale Hotel versprühte heute schon ordentlich Rennatmosphäre: große Fahnen und Transparente, Fotos und Videos der letzten Jahre und viele Athleten unterschiedlichster Nationen. Dazwischen auch einige bekannte Gesichter von heimischen Bewerben.
Entlang des Indoor-Wasserfalls und des pompösen Goldfischbeckens ging es zu Registration & Packet Pick-up. Davor mussten wir natürlich auch noch einen Blick auf die neueste XTERRA-Mode werfen, sodass wir uns unsere Startunterlagen erst nach erfolgreichem Shopping holten.
Den Rest des Tages verbrachten wir mit Trinken, Essen und gemütlichem Radeln und Schwimmen, um uns vor der morgigen Streckenbesichtigung auf dem „Practice Course“ etwas zu erholen. T -4 Tage!

xterra wm maui 2009

Wasserträger

Nachdem wir heute vor dem Radeln noch Mails geguckt hatten, planten wir kurzerhand ein Aufwärmtraining ein – denn wir bekamen Post von unserem Trainer Alex (danke!) mit dem Aufruf ordentlich zu trinken: „… ist wahrscheinlich eh klar, aber zur sicherheit: hana 4-5 l/tag trinken, peter, 7-8 l (klingt viel, braucht ihr aber!!!) – zumindest die nächsten 3 tage, bis ihr euch eingependelt habt!“ … also haben wir sofort den 75l Reiserucksack geschultert (danke nochmals an Andi!) und sind erneut zum foodland geradelt, um Vorräte zu organisieren: 16l Wasser, 4l Apfelsaft, 2l Coca Cola (schmeckt besser als bei uns), 2l Gatorade, 2l Mangosaft. Die nächsten 48 Stunden sollten wir also nicht dehydrieren 🙂
Im Anschluss an den schweißtreibenden Getränketransport tankten wir brav auf und starteten schon wesentlich lockerer als die Vortage zum Training. Diesmal wollten wir etwas abseits der 2 Hauptstraßen rund um Kihei biken … leider war es uns nirgendwo möglich ins Gelände abzubiegen – wenn irgendwo eine schmaler Weg abzweigte, stoppte uns schon ein Gatter oder ein Schild mit der Aufschrift „Private Road“ … also blieb uns nur der ampelarme Highway, um ohne Stop & Go kontinuierlich zu strampeln. Klingt schlimmer als es ist, da die ganze Zeit eine schön breite und intelligent geführte Bike Lane da war, von so einer man in Wien/Umgebung nur träumen kann.
Dennoch war es wieder ziemlich heiß beim Biken … und zu Hause flossen entsprechend erst Bäche an Schweiß dann literweise die Recovery-Drinks. Cheers 🙂

xterra wm maui 2009

XTERRA Cup-Finale: Wolfgangsee Challenge ’09

Das war’s! Am 13.09.2009 wurden f?r heuer zum letzten mal ?TRV-XTERRA Cup-Punkte gesammelt ?? und zwar im Rahmen der Wolfgangsee Challenge ? quasi dem Urgestein heimischer? Cross-Triathlon-Bewerbe.

ciclopia - your vienna bike base

Schon im Vorfeld wurde bereits kr?ftig gerechnet: welcher Platz geht sich im Cup noch aus, wenn ? ja wenn ? unz?hlige Varianten waren m?glich; dass wir letztendlich beide um genau 1 Punkt hinter Platz 2 (Damen/gesamt) bzw. Platz 5 (Herren/gesamt) landeten, h?tten wir jedenfalls nicht gedacht 🙂
Aber alles der Reihe nach ? um 10.00 Uhr fiel der Startschuss zu den 1.500m Schwimmen im Wolfgangsee (ca. 20?) ? vom Gef?hl her war ich ganz gut unterwegs, bis zu dem Zeitpunkt, als mich ein Fu? ziemlich heftig im Gesicht erwischte und meine Brille verrutschte. Im linken Auge sammelte sich schnell Wasser, das trotz Nachjustierens der Brille bis zum Schluss die Sicht etwas tr?bte. Egal ? raus aus dem Wasser und ein kurzer Blick auf die Uhr: hmm ? an sich w?r ich gern um 1 Minute schneller gewesen; aber gut ? bei so einer langen Distanz (45km Bike/1.500hm und 15km Lauf/300hm) ist das ja aufzuholen, dachte ich.

Die ersten? 900 H?henmeter mit dem Bike hinauf zum Zw?lferhorn verliefen recht flott ? oben dann wie fast schon gewohnt Nebel, leichtes Nieseln aus den Wolken und etwas Wind, der das Ganze noch ordentlich erfrischte. Schnell die Windjacke dr?ber gezogen vor der ersten Abfahrt und darauf geachtet, permanent im Tritt zu bleiben, damit die Beine keine Gelegenheit bekommen vor K?lte zu krampfen ? nach meinem Lieblingsst?ck (der einzig technischen Passage bergab) ging es zum 2. Anstieg Richtung Breitenberg. Ich konnte mich erinnern, dass der sich ziemlich in die L?nge zieht ? und so war es auch, sodass noch einige Zeit in der kalt-nassen H?he verging, bevor die lange Schluss-Abfahrt begann. Am flachen Asphalt Richtung Wechselzone merkte ich, dass die Beine trotz der K?lte noch ganz gut beinander waren; und auch die erste Laufrunde (7,5km) f?hlte ich mich recht gut und konnte bergauf alles ordentlich rennen. Nach ca. 4h kam dann jedoch leider ein recht pl?tzlicher Einbruch ? vielleicht auf Grund der ungewohnten L?nge des Rennens, vielleicht wegen allgemeiner M?digkeit nach den vielen Wettk?mpfen, oder vielleicht wegen ganz was anderem (Ern?hrung/K?lte/Training/Tagesverfassung ?)? – jedenfalls musste ich das Tempo ziemlich reduzieren und ein paar Steigungen bergauf gehen, bevor ich nach 4:29 im Ziel einlaufen konnte ? sehr gl?cklich, dass der letzte Bewerb und eine lange Cup-Saison gut vorbei waren und bis auf den Defekt beim XTERRA Vienna/Klosterneuburg alles pannen- und verletzungsfrei verlief. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass mich nach harten 4 Stunden 29 Minuten genau 44 Sekunden (!) vom 5. Gesamtrang im Cup trennten ? und als ich es wusste, schwirrten nat?rlich hunderte Gedanken durch den Kopf, wo ich diese 44 Sekunden h?tte wett machen k?nnen.

Letztendlich ?berwiegt aber die Freude ?ber den 6. Gesamtrang und auch dar?ber, dass Adrian es nach seinem krankheitsbedingten Ausfall beim XTERRA Tirol und beim Goldeckman doch noch auf Rang 5 geschafft hat ? er war heuer einfach st?rker und hat es sich verdient, vor allem nach seiner super Zeit bei der Wolfgangsee Challenge (4:15).

Jetzt aber zu Hanas Bericht und der Geschichte, wieso bei ihr am Sonntag letztendlich nur ein Rang (=2 Punkte) fehlten, um in der Cup-Wertung den 2. Platz zu halten:

Hanas Bericht:
Letzter Bewerb der XTERRA Cup-Serie, letzter Bewerb meiner ersten „wirklichen“ Triathlon-Saison und letzter Bewerb vor der ersehnten Pause. Ich wollte ihn genie?en, ich wollte eigentlich „nur“ durchkommen und damit diese Saison erfolgreich abschlie?en.
Um kurz vor 10:00 Uhr standen wir am Ufer des Wolfgangsees. Ein bekanntes Gef?hl stieg auf – die H?nde kribbelten, Schmetterlinge flogen Loopings im Bauch und dieser leise Zweifel stieg auf, ob das, was ich da gleich machen werde, sinnvoll ist oder nicht …

Fast drei Stunden sp?ter – der eingetrocknete Schlamm auf meinen Beinen hat sich in ein seltsames grau gef?rbt. Ich sitze seit ?ber zwei Stunden auf meinem Bike und wirklich jeder K?rperteil schmerzt. Die Zehen sind noch vom Schwimmen kalt und taub, jeder Muskel in den Beinen schreit laut nach einer Pause, mein Hintern wei? nicht mehr wohin auf dem Sattel, der gesamte Oberk?rper kann sich nur sehr m?hsam halten, der Nacken ist steif, die Arme kraftlos und das Gef?hl in den Fingern ?hnelt dem der Zehen. Unbeeindruckt vom Dreck und den Schmerzen treten meine Beine mechanisch weiter. Auf und nieder? ? ich betrachte verwundert, wie sich meine Knie ohne gedankliche Anweisung wie automatisiert heben und senken. Meine Stimmung schwankt zwischen Verzweiflung und Wut. Die kurzzeitig aufkommende Motivation wird meistens durch verzweifeltes Keuchen niedergedr?ckt. Kurzer Mitschnitt meiner Gedanken: „Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr, ich bleib jetzt einfach hier stehen, kann ich nicht einfach in meinem Bett liegen und schlafen?! BITTTEEEEE ? das kann doch nicht wahr sein!!! Nicht noch eine Steigung! Ist diese Strecke schon mal jemand abgefahren?! Das k?nnen die nicht ernst meinen! AHRGRGR (lauter Ausruf) AAHAHAHRGRGR HRRRRRR (noch lauterer Ausruf) Komm, keiner hat Dich dazu gezwungen, Du machst das freiwillig, denk‘ an das Ziel, wie wunderbar das Gef?hl dann ist. Jetzt stell Dich nicht so an, Du hast den Goldeckman ?berstanden, dann kannst Du hier auch noch weiterfahren.“ Verzweifeltes Keuchen und dann ging das Gedankenspiel wieder von vorne los „Ich kann nicht mehr?“ Ich erinnerte mich auch schmerzlich an die Beschreibung von Peter, der mich versuchte auf den Breitenberg mental vorzubereiten „der Breitenberg zieht sich gewaltig ?? man denkt? es schon geschafft zu haben, und dann kommt wieder und wieder ein Anstieg ?“ naiver Weise tat ich diese Beschreibung unbek?mmert ab.“Wie schlimm k?nnen 8km schon sein?! Wie viele Steigungen k?nnen da schon kommen?“ Nun ja, seit gestern wei? ich, dass 8km gef?hlte 80km lang sein k?nnen und die Anzahl der Steigungen proportional zur gef?hlten Streckenl?nge steigt.

Nach 3 Stunden 32 im Sattel waren die qualvollen 45 Bike-Kilometer ?berstanden und ich war wieder an dem Ort, an dem alles angefangen hatte. Diesmal streifte ich mir nicht den Neo ab, sondern wechselte die Bike- gegen die Laufschuhe. Helm und Camelbak tauschte ich gegen meinen Trinkgurt und lief weiter zu den letzten 15km, die mich von der herbei gesehnten Ziellinie trennten. Die Verzweiflung und die Wut hatte ich zum Gl?ck bei der letzten Bike-Abfahrt verloren. Meine F??e tauten Schritt f?r Schritt auf und ich sp?rte nach ?ber vier Stunden endlich wieder meine Zehen. Die anderen „Beschwerden“ minimierten sich und ich schaffte es endlich, meinen vorher gefassten Entschluss, dieses Rennen zu genie?en und es als sch?nen Abschluss einer erfolgreichen Saison zu sehen, umzusetzen. Auch wenn diese neue Motivation bei der ersten Steigung einen kurzen Einbruch erleiden musste (danke an Robert Hotter, der mich durch den Einsatz seines Fotoapparates wieder zum Laufen bewegte), ging es mir beim Laufen ?berraschend gut. Nach 5:49 lief ich, wenn auch ersch?pft aber sehr gl?cklich und zufrieden ?ber die Ziellinie.
Kleiner Wermutstropfen war der um einen Punkt verpasste zweite Platz in der Cup-Gesamtwertung. Aber mit dem Wissen, dass ich bei keinem der acht Rennen h?tte mehr geben k?nnen, stand ich stolz am Stockerl und war gl?cklich ?ber eine? f?r mich absolut gute Saison.

>> Ergebnisse Wolfgangsee Challenge 2009
>> ?TRV XTERRA-Cup 2009 – Endstand Damen (mit Streichresultaten)
>> ?TRV XTERRA-Cup 2009 – Endstand Herren (mit Streichresultaten)
>> ?TRV XTERRA-Cup 2009 – Endstand Damen (ohne Streichresultate)
>> ?TRV XTERRA-Cup 2009 – Endstand Herren (ohne Streichresultate)

Wolfgangsee Challenge 2009

v.l.n.r.: Robert Latschen (XTERRA Team), Carina Wasle (Platz 2), Gerald Will (Platz 2), Martina Donner (Platz 1), Michael Szymoniuk (Platz 1), Hana Stadnik (Platz 3), Robert Hotter (Platz 3), Christian Stultschnig (XTERRA Team)

XTERRA Vienna/Klosterneuburg – 05.09.2009

F?r mich gab es beim XTERRA Vienna in Klosterneuburg leider nur einen recht kurzen Auftritt. Nach einer f?r mich nicht so ?blen Schwimmzeit und einer flotten (fast) ersten Runde, musste ich erstmals bei einem XTERRA wegen eines Defekts aufgeben.

ciclopia - your vienna bike base
Bei einer der letzten Abfahrts-Passagen in den Weinbergen verabschiedete sich mit einem lauten Knaller die Luft aus meinem schlauchlosen, Milch-gedichteten Nobby Nic. Wahrscheinlich hatte ich eine Spur zu wenig Luft im Reifen, was ich beim Training und auch schon bei anderen Rennen zwecks beserer Traktion und D?mpfung oft hatte und was bisher immer tadellos funktionierte. Es kamen dann halt bei der einen Passage leider alle Faktoren zusammen, die bei dieser Kombination zu einem Abheben des Reifens von der Felge f?hren: flott unterwegs und unmittelbar vor einem ?berhol-Man?ver – die Aufmerksamkeit war nicht 100% am Boden – eine leichte Links-Kurve mit einer etwas tieferen Mulde in der ich einlenkte. Das Gewicht und der Schwung pressten das Rad geradeaus, der Lenker war leicht eingeschlagen und so hielt der Reifen in der Mulde dem Seitendruck nicht Stand und verlie? die Felge. Da half auch kein Pannen-Schaum-Spray mehr – gesch?tzte 0,8 Bar waren nach der versuchten Reperatur im Reifen und nach 2 Metern knallte es nochmals laut und der ganze Schaum spritzte seitlich aus dem Reifen. Das wars. Die Zeit war ohnehin dahin und ich wusste zu dem Zeitpunkt auch nicht genau, ob die Felge ?berhaupt noch intakt war oder durch den Aufsetzer nicht ohnehin kaputt. Also in Gedanken Trost zugesprochen das Ganze sturzfrei ?berstanden zu haben … und zu Fu? weiter zum Start-Zielgel?nde, etwas entt?uscht das Bike im Auto verstaut und umgezogen zur?ck zur Wechselzone, um das Rennen mal aus einer anderen Perspektive zu erleben.
Die Freude war gro?, als Hana von der 2. Bike-Runde kam, da der Kurs doch einige knackige Passagen in sich hatte und zu St?rzen verleitete. Hier ihr Bericht …

Bericht von Hana:
Nach der Streckenbesichtigung am Vortag war die Lust auf das Rennen am Samstag nicht gerade gro?. Die im Vorfeld ausgekundschafteten Teilst?cke der Strecke wurden durch zahlreiche Weinbergh?nge mit zachen Anstiegen ersetzt bzw. erg?nzt, und das gr?ne Gew?chs auf diesen Weinbergen h?tte zum Teil durchaus eine Sense vertragen. Schlie?lich f?hrt es sich auf englischem Rasen wesentlich leichter als auf v?llig verknoteten Dreadlocks – v.a. dann, wenn sie durch Regen nass, aufgeweicht und matschig-rutschig sind.
Obwohl sich das Wetter vor dem Start immer vers?hnlicher zeigte (die dunklen Regenwolken zogen durch den Wind ab), war ich beim Schwimmstart ziemlich angespannt. Denn diesmal hie? es: „Wasserstart“. Ich erinnerte mich schmerzlich an ein Kapitel aus einem Schwimmbuch, das selbigen beschrieb. Mit den Gedanken „Wasserstarts gibt es bei uns eh nicht“ hatte ich dieses Kapitel munter ?berbl?ttert. Gl?cklicherweise gab es aber f?r faule Nichtleser einen rettenden Eisberg. Sind Eisberge aus Eis, k?nnen sie unsinkbaren Schiffen gef?hrlich werden, sind sie aufgeblasen und haben Griffe, bieten sie entspanntes Warten auf den Wasserstart 😉
3,2,1 und es ging los. Ca. 10 Meter konnte ich im Wasserschatten von Peter mit schwimmen,? dann habe ich mich f?r ruhiges Alleinschwimmen entscheiden m?ssen – keine Chance in dem Gewimmel und dem tr?ben Wasser an Peter dran zu bleiben. Alles in allem ging das Schwimmen aber recht gut. Als ich aus dem Wasser stieg, war ich erleichtert und erfreut zugleich. Meine alles andere als Paradedisziplin hatte ich hinter mich gebracht und der Blick auf die Uhr zeigte auch nicht den bef?rchteten R?ckstand. Zwar nicht befl?gelt aber durchaus zufrieden zog ich mir etwas taumelnd meine Schuhe an und lief die 300m Richtung Wechselzone. Der Wind pfiff eisig und so beschloss ich meine Windjacke anzuziehen. Dadurch gestaltete sich der erste Wechsel etwas m?hsamer als sonst – Minireissverschl?sse sind einfach nichts f?r hektisch zittrige, kalte Finger. Irgendwann sa? ich dann endlich auf dem Bike und es konnte los gehen: Durchs fast trockene Bachbett, ?ber kontinuierlich steiler werdende Weinberge bis zum Serpentinen-Downhill ging es dahin. Und siehe da, die nassen, rutschigen Graskn?ule hatten sich zwar nicht in trockene, griffige Wege verwandelt, aber sie waren nicht mehr so m?hsam wie am Vortag. Der Wind hatte den Dreadlocks eine fahrbare Frisur verpasst, so dass „nur noch“ die Steigungen (teilweise bis zu 30%) einen Abstieg forderten.
Gl?cklicherweise hat mich in der zweiten Bike-Runde Litzi einge- und auch fast ?berholt. Mein Ehrgeiz erwachte und ich wollte unbedingt an ihm dran bleiben! Schneller als zuvor alleine, versuchte ich an seinem Hinterrad dranzubleiben. Es gelang mir 🙂 und ich sah die ersehnte Wechselzone schneller als gedacht. Und endlich ging es zum Laufen. Zuerst etwas verwinkelt durch den Aupark, dann wieder durchs Bachbett, weiter in den Stiftgarten und anschlie?end wieder in den Aupark. Im Vergleich zu den vorherigen Rennen eine fast flache Strecke und entsprechend angenehm zu laufen. Nach 4:07:35 lief ich beim XTERRA Vienna als 5. Dame ?ber die Ziellinie und durfte mich als 2. Dame in der AK Elite 2 ?ber einen Stockerlplatz und einen gro?en Pokal freuen.

>> Ergebnisse XTERRA Vienna/Klosterneuburg 2009
>> ?TRV XTERRA-Cup Zwischenstand Damen
>> ?TRV XTERRA-Cup Zwischenstand Herren

XTERRA Vienna Klosterneuburg 2009

Fotos von www.photo-photo.at und Andreas Altendorfer (Screenshots aus seinem Video)