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Wachau und Wald/4

DAS perfekte Frühlingswochenende nutzen wir für ein intensives Trainingswochenende – sportlich wie kulinarisch :)
Maximalkraft und Technik am Freitag noch in den heimischen Föhrenwäldern, Kraft-Ausdauer auf der Weinsteinstrecke in der Wachau am Samstag und Sonnatg dann eine Ausdauer-lang-Einheit von Ottenschlag zum Bärnkopf und in einem Bogen retour.
Aus mehreren “offiziellen” MTB-Strecken haben wir eine größere Runde fürs GPS zusammengeklickt (s.u.) und genossen neben absoluter Einsamkeit (nicht 1 Biker Samstag und Sonntag getroffen) die faszinierende Landschaft des Wald/4 mit den unzähligen tief schwarzen Seen und den mystischen Wackelsteinen und Blockhaiden.
Die kulinarischen Schmankerl – allen voran Mohnzelten und Erdäpflknödel – haben sicher auch dazu beigetragen, dass wir uns auf Anhieb in die Gegend verliebt haben. Dazu erlebten wir durchwegs extrem freundliche Begegnungen, sei es in der Pension und Konditorei Einsiedl in Ottenschlag oder im Schlosskeller (-heurigen), wo wir Samstag Abend wie Sonntag nach dem Biken sehr sehr lecker speisten.
Dickes Plus für die Gegend: nicht ein einziges Biker-feindliches Schild im Wald gesehen!
Wer mal anstelle aufregender Trail-Paradiese einfach lange, ruhige und einsame Touren sucht, wird hier mehr als fündig. Wir kommen sicher wieder.

01 02 steinpilz-strecke mohnzelten ... machen süchtig :) 05 06

Route 2.534.934 – powered by www.bikemap.net

Trainingslager Lanzarote 2014

Bereits zum fünften mal verbrachten wir zwei Wochen im März auf Lanzarote und genossen die optimalen Trainingsbedingungen, die angenehm ruhige Atmosphäre und die faszinierenden Kontraste der Insel sowie die kulinarischen Genüsse unserer vielen Lieblingscafés.
Nachdem wir heuer eine Triathlonpause einlegen werden, um uns voll aufs MTBiken zu konzentrieren, gab es nur zwei kurze Lauf- und windbedingt auch nur eine Genuss-Schwimmeinheit im Meer … dafür intensivere Kraft- und längere Ausdauereinheiten am Bike sowie mehr Regeneration :)

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Trainingslager Lanzarote 2014 – Halbzeit

Heute ist Halbzeit unseres alljährlichen Trainingslagers auf Lanzarote. Die ersten Tage kämpften wir oft gegen unmenschliche Windböen, die uns sogar mit dem Bike zweimal von der Straße fegten. Umso mehr belohnt wurden wir gestern bei unserer 135km “Ausdauer lang”-Tour zu all unseren Lieblingsplätzen im Südwesten der Insel: La Geria, El Golfo, Timanfaya, die kilometerlangen menschenleeren Lavapisten quer durch die endlosen schwarzen Felder des Camino Las Malvas, Caleta de Famara und die Schotterkehren rauf nach Teguise, … wolkenlos und quasi windstill war es die 6 Stunden; danach schmeckten Café und Kuchen gleich nochmals besser. Apropos Café und Kuchen: ausgerechnet direkt über unserer Lieblingsbäckerei in Costa Teguise liegt heuer unser Apartment, wodurch schon früh morgens ein ungemein verführerischer Geruch nach den süchtig machenden Mandelcroissants zu uns empor steigt :)

Trans Tunisie Marathon: Fazit

Potenzial für lohnenswerte Bike-Touren hat die Gegend rund um Hammamet auf jeden Fall. Die Landschaft mit ihren dicht verzweigten Pisten und Singletrails ist abwechslungsreich, bergig, felsdurchsetzt, wüstenartig und für uns durchaus exotisch.
Vom Rennen selbst hatten wir auf Grund des professionell anmutenden Marketings hinsichtlich der Organisation große Erwartungen, die am ersten Tag mehr als gedämpft wurden: GPS-Navigation anstelle von Streckenmarkierung, magere Labestationen und keine Zielverpflegung, keine Sanitäter-bzw. Erste Hilfe-Teams, kein ordentliches Bike-Wash-Service … all diese aufs Erste sehr ärgerlich wirkenden Punkte wurden dafür mit der extrem wohltuenden Menschlich- und Herzlichkeit des Veranstalters Luigi („Gigi“) Veronese wieder gut gemacht – nachdem eine Woche vor Veranstaltungsbeginn der lokale Veranstaltungspartner abgesprungen ist, versuchte Luigi zu retten, was zu retten war und zersprudelte sich für alle und alles … und wir versuchten genauso uns der Situation anzupassen und das Beste daraus zu machen, was uns auf jeden Fall gelungen ist, da wir eine super lustige Runde waren und eine Menge Spaß hatten, und weil wir alle auch während des Rennens immer wieder tolle Leistungen liefern konnten. So feierten Nico und ich 3 Etappensiege und landeten gesamt auf Platz 2. Hana und Christoph schafften zweimal einen sensationellen 3. Etappen-Gesamtrang und Martina und Michael gewannen die Kategorie „Mixed Team“.

Fotocredits: Diana Muschiol (privat) und Bettina Ravanelli (bikeandmore.it)
Trans Tunisie Marathon 2013 - Fotocredit: Bettina Ravanelli / Bikeandmore.it Trans Tunisie Marathon 2013 - Fotocredit: Bettina Ravanelli / Bikeandmore.it Trans Tunisie Marathon 2013 - Fotocredit: Bettina Ravanelli / Bikeandmore.it Trans Tunisie Marathon 2013 - Fotocredit: Bettina Ravanelli / Bikeandmore.it Trans Tunisie Marathon 2013 - Fotocredit: Bettina Ravanelli / Bikeandmore.it Trans Tunisie Marathon 2013 - Fotocredit: Bettina Ravanelli / Bikeandmore.it Trans Tunisie Marathon 2013 - Fotocredit: Bettina Ravanelli / Bikeandmore.it Trans Tunisie Marathon 2013 - Fotocredit: Bettina Ravanelli / Bikeandmore.it Trans Tunisie Marathon 2013 - Fotocredit: Bettina Ravanelli / Bikeandmore.it Trans Tunisie Marathon 2013 - Fotocredit: Bettina Ravanelli / Bikeandmore.it Trans Tunisie Marathon 2013 Trans Tunisie Marathon 2013 Trans Tunisie Marathon 2013 Trans Tunisie Marathon 2013 Trans Tunisie Marathon 2013 Trans Tunisie Marathon 2013 Trans Tunisie Marathon 2013 Trans Tunisie Marathon 2013 Trans Tunisie Marathon 2013 Trans Tunisie Marathon 2013 Trans Tunisie Marathon 2013 - Foto: bikeandmore.it Trans Tunisie Marathon 2013 - Foto: bikeandmore.it Trans Tunisie Marathon 2013 - Foto: bikeandmore.it Trans Tunisie Marathon 2013 - Foto: bikeandmore.it Trans Tunisie Marathon 2013 - Foto: bikeandmore.it Trans Tunisie Marathon 2013 Trans Tunisie Marathon 2013 Trans Tunisie Marathon 2013 Trans Tunisie Marathon 2013 Trans Tunisie Marathon 2013

Trans Tunisie Marathon: alle Etappen

Trans Tunisie Marathon – Tag 1

Sonntag, 27.10.2013: Heute war Tag 1 beim Trans Tunisie Marathon (TTM) – an Stelle des angekündigten Prologs gab es eine gemeinsame Ausfahrt mit tunesischen Jugendlichen, die morgens bereits aufgeregt und neugierig vor dem Hotel ihre Runden drehten.

Mit dem eigentlichen Rennen soll es dann morgen los gehen – noch wirkt die Veranstaltung eher improvisiert – unklar ist noch, ob die Strecke markiert sein wird (wovon wir alle ausgegangen sind) oder ob man mit zur Verfügung gestellten Garmin Edge 500 Computern selbst navigieren muss, was recht spannend werden dürfte, da einerseits die Geräte keine Kartenfunktion haben (sondern nur Richtungspfeile anzeigen) und andererseits überhaupt kein Kartenmaterial von der Gegend verfügbar ist – weder in gedruckter noch in digitaler Form.

Ein paar Punkte sind jedenfalls schon mal klar:

  1. Der Event ist für uns alle eine ziemliche Umstellung, was die Erwartungen betrifft – ob positiv oder negativ hängt von den kommenden Tagen ab.
  2. Es ist heiß, windig und staubig … und die Etappen dürften recht flott werden; aufpassen muss man beim abrupten Wechsel des Untergrunds – die Übergänge der hart getrockneten Lehmböden in tiefe Staub- und Sandpisten kommen recht überraschend und fordern höchste Konzentration … genauso wie die unzähligen Glasscherben, mit denen die Böden übersät sind, sobald etwas Zivilisation in der Nähe ist.
  3. Heute Abend ist Startnummernausgabe und etwas Spannung ist durchaus vorhanden, welches Programm ab morgen auf uns wartet.

Trans Tunisie Marathon – Etappe 1

Montag, 28.10.2013: Um 9.00 Uhr startete die mit Spannung erwartete 1. Etappe zum Trans Tunisie Marathon vor dem Hotel Paradis Palace. Am Programm stand die 47km-Runde des „Prologs“, die wir alle gestern gemeinsam ohne Zeitnehmung gefahren sind. Dennoch war es eine gewisse Herausforderung, ohne Markierung sämtliche Abzweigungen mit den Garmin-GPS-Geräten auf Anhieb richtig zu erwischen.
Gleich zu Beginn machte der Italiener Claudio Segata (Zanardi-Segata) ordentlich Tempo, sodass Nico und ich bald alleine mit den Italienern vorne waren. Das Navigieren klappte in unserer Gruppe recht gut. Beim 1. Anstieg konnten Nico und ich dann einen kleinen Vorsprung herausfahren – Segata und Zanardi schafften allerdings im langen Flachstück Richtung Ziel wieder den Anschluss und die Entscheidung fiel dann erst am letzten Kilometer, auf dem Nico und ich einen frühen Sprint ansetzten, dem die Italiener nicht folgten. Nach 1:34 und einem Schnitt von 28.6 km/h waren wir als Erste im Ziel.

Den sensationellen 3. Platz gesamt fuhren Hana Bergh und Christoph Pürstl (Mixed Team CICLOPIA) in 1:55:27 ein. Viele andere Teams hatten mit der Navigation leider größere Probleme. Auf Rang 4 kamen die mit 2 Teams vertretenen Fahrer von VitaminABC Ghost (ITA) ins Ziel, vor dem Team mit dem tunesischen MTB-Landesmeister Abdelhak Niffer.

Leider wurde das österreichische Team Lisi Hager und Fritz Tröstl durch einen Rahmenbruch früh gestoppt. Martina Donner und Michael Olipitz (Kelag Energy Tri Team) fuhren auf Rang 10 gesamt. Am Dienstag steht eine bergige Etappe mit 98km am Plan – spannend wird vor allem, welche Rolle das Thema Navigation spielen wird. Der italienische Veranstalter bedauerte jedenfalls die Probleme mit der Streckenmarkierung, die nach eigenen Angaben daraus resultieren, dass die tunesischen Partner 1 Woche vor Start des TTM abgesprungen sind, und verspricht jetzt schon für 2014 eine deutliche Besserung. Wir versuchen natürlich schon heuer, das Beste aus der Situation zu machen und werden weiter berichten.

Ergebnis Etappe 1 – 47km, ca. 400hm
1. Team Radstars.at (Peter Bergh, Nico Muschiol)                  1:34:40
2. Zanardi – Segata (Aldo Zanardi, Claudio Segata)                 1:34:56
3. CICLOPIA Mixed (Hana Bergh, Christoph Pürstl)                 1:55:27
4. VitaminABC Ghost 2 (Walter Grandi, Guido Malfer)              1:55:54
5. Vél’Oxygene Cap Bon Vit 2 (Niffer Abdelhak, Wajih Amir)    1:57:47

Trans Tunisie Marathon – Etappe 2

Dienstag, 29.10.2013: Die heutige 2. Etappe hat auf phantastische Weise das enorme MTB-Potenzial der Gegend rund um Hammamet offenbart. Sowohl landschaftlich als auch von der Beschaffenheit der Pisten und Trails war so ziemlich alles dabei, was wir uns im Vorfeld erhofft hatten: knackige Anstiege auf „richtige“ Berge, tiefblaue Seen, lichte Nadelwälder und üppige Olivenhaine, verblockte, steinige Trails – mal über roten Fels, mal über weißen Schotter, mal durch tiefen powder-artigen Sand  … wieder war permanent höchste Konzentration erforderlich, um einerseits den Blick genau auf die Spur zu richten und um andererseits richtig mit dem GPS-Gerät zu navigieren. Auch stacheligen Kakteen am Wegesrand galt größte Aufmerksamkeit – Nico hatte da heute leider einmal unangenehmen Kontakt.

Der Rennverlauf glich etwas der gestrigen Etappe: sobald nach den neutralisierten ersten Kilometern ordentlich Tempo gemacht wurde, waren wir wieder mit den Italienern Aldo Zanardi und Claudio Segata an der Spitze. Auch das tunesische Team mit Niffer Abdelhak versuchte heute zu Beginn vorne mitzufahren. Die Entscheidung fiel ungefähr bei der Hälfte des Rennens am zweiten recht technischen Anstieg, bei dem Nico und ich einen größeren Vorsprung herausfahren konnten, den wir diesmal bis zum Ziel noch ordentlich ausbauten. Somit gab es für uns nach 4:06 den 2. Etappensieg mit 20 Minuten Vorsprung auf die Italiener. Die coolen Leader-Trikots in grün haben uns offenbar weiter beflügelt.

Hervorragend unterwegs auch wieder die beiden österreichischen Mixed Teams: Martina Donner und Michael Olipitz kamen als 3. Team gesamt ins Ziel, unmittelbar vor Hana Bergh und Christoph Pürstl im violetten Leader-Trikot (Mixed Team). Defekte und Probleme mit der Navigation zeichneten leider auch heute wieder das Rennen – dennoch überwog bei den meisten die Freude an einer streckenmäßig großartigen Etappe. Wir hoffen alle, dass noch weitere lohnende Tage folgen – ohne Stürze, Pannen oder gröbere Umwege.

Ergebnis Etappe 2 – 94km, ca. 1.600hm
1. Team Radstars.at (P. Bergh, N. Muschiol)                     4:07:03
2. Zanardi – Segata (A. Zanardi, C. Segata)                      4:27:06
3. Kelag Energy Tri Team (M. Donner, M. Olipitz)              5:23:50
4. CICLOPIA Mixed (H. Bergh, C. Pürstl)                           5:24:04
5. Balzarotti – Massarotto (I. Balzarotti, G. Massarotto)    5:28:41

Trans Tunisie Marathon – Etappe 3

Mittwoch, 30.10.2013: Leider endete der gestrige Abend sehr unerfreulich für unser Team. Auf Grund einer üblen Magen-Darmverstimmung nach dem Mittagessen, ging bei mir abends alles raus und nichts mehr rein – Schüttelfrost inklusive. Entsprechend groggy und leer fühlte ich mich heute Morgen, sodass ich eigentlich gar nicht an den Start wollte. Am Programm stand eine bergige 106km-Etappe – also auch nicht gerade ein Kinderspiel, vor allem bei den Temperaturen hier. Bei einem Einzelbewerb wäre ich fix im Bett geblieben.

Nico und ich entschieden uns aber, es dann dennoch zu probieren, um die Chance im Rennen zu bleiben zu wahren. Was darauf folgte, war eine enorm starke Leistung meines Partners Nico, der mich beinahe jede Steigung so gut wie möglich hinauf zog oder schob. So spulten wir Kilometer um Kilometer ab – meine Belastung beim Treten schrumpfte auf gemütliche Grundlagenintensität – stets hoffend, dass Kreislaufmäßig kein plötzliches Problem auftritt. Die ungemein schwierig zu navigierende Etappe schafften wir immerhin ohne Umwege, sodass wir nach 5:06 als 2. Team im Ziel einfuhren – 28 Minuten hinter den Italienern Zanardi – Segata, die damit auch die Gesamtführung von uns übernommen haben.

Das bisher in Führung liegende Mixed-Team CICLOPIA hatte heute leider Pech mit Defekt und Navigation und musste dadurch unnötig viel Zeit einbüßen. Besser lief es für Martina Donner und Michael Olipitz, die als schnellstes Mixed-Team nur 8 Minuten hinter uns im Ziel waren.
Jetzt heißt es hoffen und abwarten, wie sich die Nahrungsaufnahme für mich weiter entwickelt. Leider ist das eingetreten, was bei Aufenthalten in fernen südlichen Ländern einfach permanent Thema ist. Auch andere Fahrer(innen) klagten heute Morgen über Übelkeit und Durchfall. Die Freude auf heimisches Essen ist bei allen jedenfalls schon sehr groß.

Ergebnis Etappe 3 – 106km, ca. 1.400hm
1. Zanardi – Segata (A. Zanardi, C. Segata)                                4:42:26
2. Team Radstars.at (P. Bergh, N. Muschiol)                              5:10:23
3. Vél’Oxygene Cap Bon Vit 1 (H. Beb Abdallah, R. Kraoui)       5:18:00
4. Kelag Energy Tri Team (M. Donner, M. Olipitz)                       5:18:23
5. Adventurebike & Sintesi Team (D. Persich, A. Ferrari)           5:23:42

Trans Tunisie Marathon – Etappe 4

Donnerstag, 31.10.2013: Tag 4 brachte heute wieder eine sehr abwechslungsreiche und von den Panoramen und technischen Passagen her eine sehr lohnende Etappe. 90 Kilometer mit einigen bösen Anstiegen waren dabei zu bewältigen. Das erste Drittel lief für uns gar nicht so schlecht. Nachdem die in Führung liegenden Italiener Zanardi und Segata Probleme mit einem undichten Reifen hatten, bei dem sie immer wieder mit Pannenspray und Luft nachhelfen mussten, lagen wir bis zur 2. Labestation in Führung, ohne dass Nico nachhelfen musste.

Kurz dachte ich schon, das Magen-Darm-Tief von gestern wäre besiegt. Leider kam kurz darauf doch noch ein ziemlicher Einbruch gepaart mit latenter Übelkeit, sodass mich Nico die letzten Steigungen immer wieder ziehen musste. Die letzten 48 Stunden wanderte einfach viel zu wenig Nahrung in mich hinein, um auf solchen Distanzen renntauglich unterwegs zu sein.

Ein super Rennen lieferten heute Hana und Christoph (CICLOPIA Mixed Team), die uns vor der 3. Labestation einholten und mit nur 2 Minuten Rückstand auf die Sieger Zanardi und Segata als 3. Team gesamt im Ziel einfuhren. Nico und ich belegten nach 4:38:04 den 4. Etappenrang.
Ich versuche heute noch so gut wie möglich zu regenerieren und Nahrung aufzunehmen und freue mich schon extrem auf das Ende des Rennens.

Das Gesamtklassement dürfte bereits entschieden sein, da die Italiener ca. 13 Minuten vor uns liegen und heute körperlich keine Schwächen zeigten. Spannend wird es noch in der Kategorie „Mixed Team“ – hier trennen das erste vom dritten Team nur wenige Minuten!
Momentan regnet es (erstmals seit wir hier sind) schon seit 1 Stunde extrem heftig – ob das einen Einfluss auf die Streckenführung der morgigen 79km Abschlussetappe haben wird, werden wir bei der Fahrerbesprechung abends erfahren. Wir sind jedenfalls gespannt, wie der trockene Boden hier mit derartigen Wassermengen umgeht.

Ergebnis Etappe 4 – 90km, ca. 1.400hm
1. Zanardi – Segata (A. Zanardi, C. Segata)                           4:32:29
2. Adventurebike & Sintesi Team (D. Persich, A. Ferrari)      4:32:46
3. CICLOPIA Mixed (H. Bergh, C. Pürstl)                               4:34:47
4. Team Radstars.at (P. Bergh, N. Muschiol)                         4:38:04
5. Kelag Energy Tri Team (M. Donner, M. Olipitz)                  4:55:14

Trans Tunisie Marathon – Etappe 5

Freitag, 01.11.2013: Geschafft! Nachdem die heutige Abschlussetappe auf Grund der starken Regenfälle vom Vortag auf 47km gekürzt wurde, hieß es für knapp 2 Stunden noch einmal Tempo bolzen im Hinterland von Hammamet. Die Wege boten stellenweise durch große Pfützen oder tiefe lehmige Passagen ein komplett anderes Bild als die Tage zuvor.

Von Beginn an fuhren Nico und ich heute wieder mit den Italienern Zanardi und Segata an der Spitze – nicht mehr das Tempo der ersten Tage, da die Gesamtwertung für uns bereits entschieden war und mein Magen auch noch nicht wirklich ok ist. Wir beschlossen außerdem relativ früh zu viert Hand in Hand im Ziel einzufahren, was wir nach 1:56:45 auch taten und uns gegenseitig mit „complimenti“ überhäuften … happy, dass wir ohne Stürze und gröbere Umwege alle Etappen erfolgreich navigieren und finishen konnten.

In der Mixed-Team-Wertung wurde heute nochmals richtig hart gefightet. Das Leader-Trikot verteidigten Martina und Michael schließlich um ganze 32 Sekunden! Hana und Christoph landeten im Gesamtklassement auch nur 5 Minuten hinter den Italienern Dario Persich und Anna Ferrari auf dem 3. Platz … also hier eine extrem knappe Entscheidung nach etwa 20 Rennstunden.

Ergebnis Etappe 5 – 47km, ca. 400hm
1. Team Radstars.at (P. Bergh, N. Muschiol)                            1:56:45
1. Zanardi – Segata (A. Zanardi, C. Segata)                             1:56:45
3. Vél’Oxygene Cap Bon Vit 1 (H. Beb Abdallah, R. Kraoui)    2:03:53
4. Adventurebike & Sintesi Team (D. Persich, A. Ferrari)        2:04:08
5. CICLOPIA Mixed (H. Bergh, C. Pürstl)                                 2:06:53

Gesamtergebnis 1. Trans Tunisie Marathon:
1. Zanardi – Segata (A. Zanardi, C. Segata)                            17:13:45
2. Team Radstars.at (P. Bergh, N. Muschiol)                          17:26:57
3. Kelag Energy Tri Team (M. Donner, M. Olipitz)                   19:58:32
4. Adventurebike & Sintesi Team (D. Persich, A. Ferrari)       19:59:04
5. CICLOPIA Mixed (H. Bergh, C. Pürstl)                                20:04:17

Trans Tunisie Marathon (TTM) – ab Sonntag geht’s los!

Die Bike-Bags sind bereits gepackt und die letzten Vorbereitungen getroffen – am Donnerstag geht’s für uns zum Saisonausklang nach Tunesien, wo wir 6 Tage lang beim 1. Trans Tunisie Marathon kräftig in die Pedale treten möchten. 538km mit ca. 9.000 Höhenmetern warten auf uns; die Etappeninfos und –Fotos auf der Website des Veranstalters versprechen ein durchaus abwechslungsreiches Rennen, auch wenn Start und Ziel immer im selben ****Resort in Yasmine/Hammamet sein werden – was am Ende einer langen Saison hoffentlich auch ein bisserl Komfort bedeutet :)

Noch gibt es keine offizielle Teilnehmerliste, wodurch Spekulationen hinsichtlich möglicher Platzierungen im Vorfeld so gut wie unmöglich sind. Wir gehen aber davon aus, dass einige starke Teams mit dabei sein werden und rechnen uns jetzt einmal keine Chancen auf die vordersten Plätze aus … was wir im Mai bei den 6 Etappen der Rally di Romagna auch nicht machten – und dann kam alles anders … Wahrscheinlich werden wir aber schon am Sonntag nach dem Prolog oder spätestens am Montag nach der ersten langen Etappe besser Bescheid wissen, ob wir die weiteren Tage richtig “viechern” müssen oder ob wir es etwas entspannter angehen können. Uns wäre beides recht :)

Jetzt heißt es nur noch gesund bleiben und nix Wichtiges vergessen. Immerhin ist unsere Packliste deutlich kürzer als bei den Triathlon-Reisen :)
Wir freuen uns jedenfalls schon sehr auf Tunesien und werden nach jeder Etappe live auf www.radstars.at berichten …