Schwimmen, Radeln, Laufen …

Der heutige Trainingstag begann mit einer wunderschönen Schwimmeinheit im Meer – es war beinahe windstill und der Himmel war wolkenlos. Ein paar Minuten Fußmarsch von unserer Hotelanlage liegen durch Steinmauern vom offenen Meer perfekt abgeschirmte Meerwasser-Pools. Selbst bei Ebbe (die hier in den normalen Buchten extrem heftig ausfällt) kann man direkt vom Sandstrand aus seine Runden im Salzwasser ziehen. Einzig die Wassertemperatur könnte eine Spur wärmer sein, da selbst mit Neo nach 30 Minuten erste Gedanken ans Aufhören aufkommen, wenn die Füße leise zu krampfen beginnen.
Aber zusamen mit dem beheizten Hotel-Pool (ZickZack-Pool mit ca. 35-40m) gibt es hier morgens wie abends sehr gute Schwimm-Möglichkeiten … und das ganz ohne Bahn-Reservieren 🙂
Nach einem 2. Frühstück ging Hana dann eine große Runde an der Küste laufen und ich spulte am Bike ein paar flotte Kilometer auf der Straße ab. Bis Lajita (paar Kilometer vor Costa Calma) und retour kam ich gesamt auf 102km – mit der grobstolligen 14kg Schepperkiste waren die zahlreichen kurzen Anstiege nicht gerade unintensiv; am Ende freute ich mich dann über knappe 27km/h Schnitt und bekam fast Gusto mal auf einem gscheiten Zeitfahrradel ein paar Stunden dahin zu ziehen. Morgen gehts aber fix wieder ins Gelände 🙂
Nachdem heut der Fotoapparat zuhause blieb nur ein Bild vom Schwimmen im Hotel-Pool gestern Abend:

Die Perlenstraße …

An sich wäre nach dem gestrigen intensiven Bike-Lauf-Schwimm-Training heute eine etwas erholsamere Tour am Plan gestanden … aber wir wollten unbedingt auch die bergige Runde über Pájara und Betancuria abfahren und auf dieser Parade-Touri-Strecke ist an sich der Samstag (Urlauberwechsel) am idealsten – und außerdem: was man hat das hat man 🙂
Bei leicht bewölktem Himmel und deutlich schwächerem Wind als die letzten Tage starteten wir um 9.00 Uhr zu der 88km-Runde, die uns mit 1.000 Höhenmeter über eine der spektakulärsten Bergstraßen der Insel führte – für Rennradler wahrscheinlich DAS Highlight auf Fuerteventura – als Mountainbiker ist man natürlich von unzähligen traumhaft-einsamen Schotterpisten und Trails schon extrem verwöhnt … dennoch ließen uns einige Ausblicke ziemlich staunen und ein paar mal den Auslöser drücken:

 

Panorama-Biken

Nach dem gestrigen Ruhetag gingen wir heute gut erholt wieder eine größere Geländerunde an, um das unglaublich weit verzweigte Netz an Schotterpisten und einsamen Tälern auf Fuerteventura weiter zu erkunden. Wir bikten bei perfektem Wetter eine hügelige gut 60km Runde über Tetir und Guisguey und mussten immer wieder kurze Foto-Stopps einlegen, um die traumhafte, menschenleere Kulisse besser für die Erinnerung zu speichern. Anschließend stand noch ein schweißtreibender Küstenlauf am Programm, bevor es wieder hieß: kräftig Depots auffüllen 🙂

 

Wie auf dem Mars …

Nach einem morgendlichen 1h Strand-/Küstenlauf und einem ausgedehnten Frühstück ging es heute ins Inselinnere. Bei viel Sonne und teils heftigem Wind fuhren wir eine 68km Runde über Antigua und die Nachbarorte. Im Vergleich zu Lanzarote ist hier alles viel größer/weiter/länger aber landschaftlich monotoner. Stundenlang bikten wir über Mars-artige Ebenen und durch Täler – wir würden unsere schepprig-rostigen Leih-Mountainbikes (leider kein Vergleich zur tollen Qualität bei Roland auf Lanzarote) um nichts in der Welt gegen Rennräder tauschen 🙂

Viva las barrancas …

Heute morgen waren wir erstmals im Meer schwimmen – mit Neo bei bewölkt-windigen ca. 18/19° Wassertemperatur eher eine frische Angelegenheit. Der beheizte Hotel-Pool gestern abend war da um einiges gschmeidiger – aber nach den ersten Metern wars dann auch heute halb so schlimm und wir freuten uns richtig Salz anstelle von Chlor zu schmecken.
Anschließend gab es ein ordentliches Frühstück und dann starteten wir zu einer flotten 3h Geländetour. Über einsame, schier endlose und ruppige Schotterpisten sowie über steinige Karrenwege ging es durch zahlreiche Schluchten (Barrancas) immer wieder kurz steil ab- und aufwärts, sodass wir nach knapp 56km immerhin auf 1.000hm kamen, ohne einen richtigen Berg erklommen zu haben. Die Sonne schien auch heute wieder ganz zu unserer Freude und der Wind war so wie gestern zwar Fuerte-typisch sehr lebhaft aber keineswegs stürmisch – also ein perfekter Trainingstag 🙂